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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Wiener Hofburg – eine spätstaufische Kastellburg 237 se bis zu seinem Tod im Jahre 1250 unter seiner Kontrolle , erneuerte die kaiserlichen Privilegi- en für die reichsunmittelbare Stadt Wien und setzte 1247 Graf Otto von Eberstein als Reichs- statthalter ( sacri imperii per Austriam et Styriam capitaneus et procurator ) ein , den er 1248 durch Herzog Otto II. von Bayern und danach durch Graf Meinhard von Görz ersetzte823. Die testa- mentarische Verfügung Friedrichs  II. , wonach König Konrad IV. seinen Neffen Friedrich , den Enkel des Kaisers und Sohn Heinrichs VII. und Margaretes von Babenberg , mit den Herzogtü- mern Österreich und Steiermark belehnen soll- te , beweist , dass machtpolitische Überlegun- gen in Bezug auf Österreich den Kaiser bis an sein Lebensende beschäftigten. Er dachte da- bei offensichtlich an die Errichtung einer Hausmacht unter von ihm bestimm- ten Verhältnissen , wobei er versuchte , die im Reich schwierigere Durchsetzung der Machtansprüche des Kaisers an die in seinem Königreich Sizilien mögliche persönliche und unmittelbare Machtausübung des Herrschers anzupassen824. Ne- ben dem staufischen Herzogtum Schwaben , das die wichtigen Alpenübergänge sicherte , hätte der zusätzliche Besitz von Österreich und Steiermark der Dynas- tie der Hohenstaufen eine im Reich unvergleichliche Vorrangstellung verschaffen können. Ein eindrucksvolles Bildzeugnis dieser historischen Szene besitzen wir in einem Wandgemälde an der Nordwand der Westempore der Wiener Stephans- kirche. Das stilistisch um die Mitte des 13. Jahrhunderts datierbare Fresko zeigt in zwei Registern übereinander die thronenden Figuren von Christus und Ma- ria , flankiert von Heiligen. Zur Rechten Marias ist eine weibliche gekrönte Figur dargestellt , die eine kleinere Person der Madonna empfiehlt. Wie Marlene Zykan wahrscheinlich machen konnte , handelt es sich dabei um Margarete von Baben- berg , die Witwe König Heinrichs VII. , mit ihrem Sohn Friedrich , der nach dem Testament des Kaisers zum Herzog erhoben werden sollte825. Die kaiserliche Einflussnahme auf die Bauplanung der Wiener Hofburg er- scheint tatsächlich evident : Der Grundrissplan entspricht dem Schema von Bari , Trani , Augusta und Prato und besitzt Ähnlichkeiten zur Burg Celano und den Kastellen von Lagopesole und Gioia del Colle. Das erhaltene romanische Rund- Abb.  116 : Darstellung der Wiener Hofburg in einer Federzeichnung des 15. Jahrhunderts
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Title
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Author
Mario Schwarz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
498
Keywords
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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