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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Die Bautätigkeit unter Herzog Friedrich II. dem Streitbaren240 Nach Überwindung der politischen Auseinandersetzungen kam Herzog Fried- rich der Streitbare wieder auf jenen alten Plan zurück , den sein Vater Herzog Leopold VI. so beharrlich verfolgt hatte , nämlich die Errichtung eines eigenen Landesbistums für Österreich. Für das Vorgehen Herzog Friedrichs war jetzt kennzeichnend , dass er in seiner Kirchenpolitik im Einvernehmen mit Passau vor- ging und nicht wie sein Vater die Passauer Interessen beeinträchtigte. 1245 gelang es dem Herzog , für Abt Heinrich von Kremsmünster vom Papst das Privileg der Insignien von Infel und Ring zu erwirken. Heinrich Krabbo meinte , dass der Ba- benberger mit dieser Rangerhöhung die Erhebung Kremsmünsters zu einem Pas- sauer Suffragansitz vorbereiten wollte829. Auch der für Wien vorgesehene Bischof sollte Passau unterstehen , das damit in den Rang eines Erzbistums aufgestiegen wäre. Zum Landespatron Österreichs sollte der hl. Koloman erhoben werden , des- sen Reliquien unter den ersten Babenbergern in Stift Melk verwahrt worden wa- ren. Am 10. Mai 1244 schrieb der Papst in einem Brief an den Bischof von Passau , dass ihm der Herzog von Österreich über Wunder am Grabe des Pilgermärtyrers Koloman in Melk berichtet habe. Kolomans Gedächtnistag sei in Österreich und den anliegenden Provinzen künftig festlich zu begehen. Im März 1245 erging ein Mandat des Papstes an die Äbte der Zisterzienserklöster Heiligenkreuz , Zwettl und Rein , Untersuchungen über die Voraussetzungen und die Ausstattung eines von Herzog Friedrich von Österreich erbetenen Bistums in seinem Lande anzu- stellen. Weiters wird von der geplanten Übertragung der Reliquien des hl. Kolo- man an jenen Ort gesprochen , an dem die Errichtung des Bischofssitzes geplant sei. Koloman sollte so zum Patron dieses Bistums und zugleich des Landes werden. Mit der Schaffung von Suffraganbistümern in Wien und Kremsmünster wären lang gehegte Wünsche der Babenberger , aber ebenso auch der Passauer Bischöfe erfüllt worden : Der Herzog hätte erreicht , dass die kirchliche Autorität in seinem eigenen Land residierte , und Passau wäre endlich Metropolis einer eigenen Kir- chenprovinz geworden und hätte damit die Vorherrschaft Salzburgs abgeschüttelt. Es ist naheliegend , dass das von Kaiser Friedrich begonnene Umbauvorhaben der Wiener Stephanskirche den Herzog geradezu herausfordern musste , diese Kirche nunmehr zur Kathedrale des geplanten Bischofssitzes in Wien umzuwidmen. Eine politische Dramatisierung erfolgte 1245 : Kaiser Friedrich II. hatte aus sei- ner Auseinandersetzung mit dem Babenberger die Erfahrung gewonnen , dass die südostdeutschen Territorien Österreich , Steiermark und Krain als wichtige Ver- bindungsglieder zwischen dem deutschen Reichsgebiet und Oberitalien ( Reichs- italien ) von großer Bedeutung waren. Diese Gebiete sicher zu kontrollieren , konn-
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Title
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Author
Mario Schwarz
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2013
Language
German
License
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
498
Keywords
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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