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Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
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176 SybilleBauriedl Smartphone) entscheidend.DigitalisierteurbaneMobilität trifft nicht auto- matischalleindividuellenBedarfeundZugänge.AuchEinstellungenundPrä- ferenzen,wieetwaFahrzeugezunutzen,abernichtbesitzenzuwollen,haben sichverändert (Daum2018: 38). Die Protagonist*innen des Ausbaus von E-Carsharing (Automobil- und DigitalwirtschaftsowievieleGroßstadtregierungen)nehmendieHeterogeni- tät vonMobilitätsteilnehmer*innenundderenvielfältigenMobilitätsbedarfe nichtwahrundpostulierenstattdessenuniverselleKundenwünscheundho- mogene Bedarfe. Stadtverkehr besteht nicht nur ausWegestrecken zur Er- werbsarbeitundFreizeitaktivitäten.SmartMobilitystellt einErgänzungsan- gebot für (sozialwie räumlich) ausgewählte Teile der Stadtbevölkerungdar. DieangebotenenMobilitätsdienstleistungendesE-Carsharingsindinsbeson- dere geeignet für spontane Fahrten, für Freizeitmobilität oder Arbeitswe- ge zwischen zwei Standorten innerhalb der Stadt. Für dieMobilitätsbedar- federSorgearbeit,dieWegekettenmitmehrerenStoppsabsolvierenundfixe Start-undEndpunktehaben,sinddieDienstleistungenundTarifestationärer Carsharing-Anbieteroftbessergeeignet.UndfürVerkehrsteilnehmer*innen, dienureingeringesMobilitätsbudgetzurVerfügunghaben,bleibenFahrrad undÖPNVfür innerstädtischeDistanzendiegünstigereAlternative. Die zentrale Frage für dieMobilitätszukunft sollte nicht lauten: »Wie- viel SmarteMobilität braucht eine Stadt?«, sondern: »Wieviel Nutzungspo- tenzial bietet eine Smarte Mobilität?« Smartness zeigt sich auch an einer bürgerschaftlichenBeteiligunganEntscheidungsprozessen für eine gerech- teMobilitätsentwicklung,die sichandenBedürfnissenderVerkehrsteilneh- mer*innenorientiertundnichtandenAngebotenvonAutomobilkonzernen. MitdemGerechtigkeitsverständniseines»RechtsaufStadt«solltediedigita- le Transformation allenStadtbewohner*innen eine breitere unddemokrati- schereTeilhabeanstädtischenInfrastrukturenermöglichen.Verkehrspolitik benachteiligt jedoch strukturell Bewohner*innen inmarginalisierten Stadt- teilen.ModellprojektedigitalerVerkehrsinfrastrukturensindbisherfastaus- schließlich inprivilegiertenWohngebietenmiteinkommensstarkenStadtbe- wohner*innenzufinden. E-CarsharingkannunterdenaktuellenBedingungennichtalsBeitragzu einer sozial-ökologischen Transformation betrachtet werden. Free Floating E-Carsharing-Angebote der Automobilkonzerne verfolgen nicht das primä- re Ziel einer Vermeidung vonRessourcenreduktion oder Energiesuffizienz. Die Nutzung digitaler Infrastrukturen für neueMobilitätsdienstleistungen führt keineswegsautomatischzueinerKonsum-oderMobilitätswende.Da-
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Baustelle Elektromobilität Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Title
Baustelle Elektromobilität
Subtitle
Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Author
Achim Brunnengräber
Editor
Tobias Haas
Publisher
transcript Verlag
Date
2020
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5165-6
Size
14.8 x 22.5 cm
Pages
450
Keywords
Auto, Elektromobilität, Transformation, Rohstoffpolitik, Wertschöpfungsketten, Verkehrswende, Bewegung, Autonomes Fahren
Category
Technik
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