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Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
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Page - 301 - in Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen

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am 3. September 1841. 301, Im Westen verbindet ihn tief unter seinem Gipfel ein eisiger Rücken mit dem Geistkeeskogel^), üsilich aber zieht ein anderer mächtiger Eisrücken, der sich gegen ihn zu krümmt nnd sich später mit semer südöstlichen Kaute vereint, fast von der Tiefe des Gletschers zu ihm hinan. Von unserem jetzigen Standpunkte sahen wir genau den Punkt unter der Spitze, auf welchem die Expedition vom Jahre 1828 durch die Gefahr der Lawinen, welche das Ueberhängen des Gipfels sehr wohl erklärt, umzukehren genöthigt wurde. Als wir am Gletscher ankamen, war es halb ? Uhr, Wir sollten nach der Meinung der Führer die Wanderung über das Kees an den Seilen machen. Bei genauer Untersuchimg des Gletschers fanden wir jedoch, daß ihn der vor etwa zehn Tagen gefal- lene Schnee in solcher Höhe überdeckte, baß dadurch die Gefahr des Eiusinkcnö in die Gletschcrklüfte sehr vermindert war. Wir hielten es daher für gerathener, um den größeren gleichzeitigen Druck zu ver- meiden, die Besteigung ohne Seile, jedoch in kleinen Zwischcnränmen neben- oder hintereinander vorzunehmen. Wir schnallten uns denn dic Steigeisen an die Füße, nahmen unsere Schneeftöre vor die Augen, einige auch blaue oder grüne Brillen, und schwärzten uns die Wangen und die Nase mit Schieß« pulver, um die Wirkung der Sonnenstralilen auf die Augen und das Gesicht zu vermindern und so Entzündungen derselben thunlichst zu vermeiden. Als die ersten machten sich einige Gebirgsbewohner nnter An- führung Hausstätters gleichsam zur letzten Anskniidschaftung auf, und es war ein ernster Augenblick für uns alle, als eine Stimme aus der Der nächste westliche Berg am Vencdiger soll der Große Geigerspitz sein, und erst nach zwei kleineren Kuppen der Oeistkeeskogel westlich auf den Geigcrspitz folgen. Diese Behauptung rechtfertigt allerdings auch die Generalstabskarte von Tirol, während der Salzburger Generalstabskarte diesfall« nicht zu trauen ist, da sie selbst den Namen Obersulzbach- Venediger an einem unrechten Orte enthält. Doch wurde uns im Jahre 1841 der Geistkeeskogel als der erste Firuberg westlich neben dem Groß« venediger genannt.
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Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
Title
Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
Author
Anton von Ruthner
Publisher
Carl Gerold's Sohn
Location
Wien
Date
1864
Language
German
License
PD
Size
11.8 x 19.2 cm
Pages
440
Keywords
Alpen, Gebirge, Natur
Categories
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
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