Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geographie, Land und Leute
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Page - 394 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 394 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Image of the Page - 394 -

Image of the Page - 394 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Text of the Page - 394 -

8g4 Die Vwsiun des Aosta-Thales. verwischen, so können wir nicht glauben, daß die ungeheuren vielen eckigen Oberflächen, die man dicht neben abgeschliffenen findet, erst nach dem Rücktritt des Gletschers entstanden sind; zweitens, ihre Existenz ist in Verbindung mit den unzähligen conuexen Ober- flächen, die unter Eis gewesen sind und im ganzen Thal auftreten, ein unwiderleglichcr Beweis, daß das Thal durch Gletscher nicht ausgehöhlt worden ist; drittens, die vcrhältnißmäßige Seltenheit von rockt« mvLiee« berechtigt mit den anderen Beweisen zu der Behauptung, daß die sogenannte Aushöhlung überall im Thal nicht mehr als einige Fuß iu die Tiefe gegangen sein kann. Visher habe ich hauptsächlich vom Bett oder von der Sohle des Nosta-Thales gesprochen. Fast eben so schlagende Thatsachen findet man aber auch an den Abhängen der angrenzenden Berge, denn wenn das Thal in Wirklichkeit von Gletschern ausgehöhlt worden Ware, so müßten überall, oben wie unten, die deutlichsten Spuren davon zurückgeblieben sein. Wäre die Thätigkeit der Glet- scher eine solche gewesen, so hätte die Oberfläche der Felsen nach dem Rücktritt des Eises von einem Ende des Thales bis zum an- deren die Glätte des Glases gehabt ss. S. 181). Nun gebe ich gern zu, daß Sonne, Frost und Wasser in einer sehr langen Zeit selbst stark geschliffene Oberflächen stark zerstören können, aber ich leugne die Möglichkeit, daß die eben erwähnte vollkommene 3lb- schleifung vollständig verwischt werden konnte sz. B. auf Höhen über 9000 Fuß), während schon einige Ellen tiefer nnd überhaupt aller Orten Eisspuren zu sehen sind. Es ist nämlich Allen, die in den Alpen umhergeklettert sind, wohlbekannt, daß die Berge nicht vom Gipfel bis zum Fuße abgeschliffen sind. Die Spuren der alten großen Gletscher erstrecken sich bis zu einer gewissen Höhe und hören dann auf. Man bemerkt dies allgemein in den Alpen und verlegt die Grenze der Abschleifung gewöhnlich in eine Höhe
back to the  book Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869"
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Title
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Author
Edward Whympers (Friedrich Steger)
Publisher
George Westermann
Location
Braunschweig
Date
1892
Language
German
License
PD
Size
12.2 x 18.4 cm
Pages
490
Keywords
Alpen, Gebirge, Natur
Categories
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869