Page - 149 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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dieren. Insbesondere gaben Ungers und Sauters Studien den Anlass zur
Veröffentlicliuiii;- einer Reihe wichtiger Beiträge, als welche wir verzeichnen:
F. Unger und F. Hruschauer, Beiträge zur Lehre von der Bodenstetigkeit
gewisser Pflanzen (DWA. 1851); D. Stur, Androsacc-Arten und deren geo-
gnostische Unterlage, EinÜuss der geognostischen Unterlage auf die Verthei-
lung der rilanzcn (ZBG. 1853); Ueber den Finfluss des Bodens auf die Ver-
theilung der Pflanzen (SWA. 1856, 1857, ZBG. 1857); A. Kcrncr die Boden-
stetigkeit der Pflanzen (ZBG. 1863); Abhängigkeit der Pflanzengestalt von
Klima und Boden (Innsbruck 1869); F. Krasan, Kalk und Dolomit in ihrem
Einflüsse auf die Vegetation (OeBZ. 1889); H. Molisch, Einfluss des Bodens
auf die Blütenfarbe der Hortensien (BZ. 1897).
Durch die Einführung der ökologischen Richtung der Pflanzengeographie
hatte Reiter in seiner „Consolidation der Physiognomik, als Versuch einer
Oekologie der Gewächse" (Graz 1885) die pflanzenphysiognomischen Studien
aufs neue belebt. Eine schärfere Sonderuug der Vegetationsformen wurde
durchgeführt, die wechselseitigen Beziehungen der Pflanzen zur Aussenwelt
erkannt und die darauf begründeten Anpassungserscheinungen der Pflanzen-
welt näher erforscht und gedeutet. Es seien nur einige einschlägige Arbeiten
genannt: E. Hackel, Ueber einige Eigenthümlichkeiten der Gräser trockener
Klimate (ZBG. 1890); E. Heinricher, Ueber isolateraleu Blatt])au (Pringsh.
Jahrb. 1884); Einrichtungen im Laube dikotyler Pflanzen trockenen Stand-
ortes (BGB. 1885); A. v. Kerner, Abhängigkeit der Pflanzengestalt von Klima
und Boden (Innsbruck 1869); Pflanzenleben (Leipzig 1887—1891), mit ein-
gehender Behandlung aller diesbezüglichen Thatsachen; A. Wagner, Blatt-
bau der Alpenpflanzen und dessen biologische Bedeutung (SWA. 1892); J.
Wiesner, Die natürlichen Einrichtungen zum Schutze des Chlorophylls (Fest-
schrift ZBG. 1876); Formveränderungen der Pflanzen durch Cultur im feuchten
Räume (DBG. IX, 1891).
in. Die Thätigkeit österreichischer Forscher auf dem
Gebiete der entwicklungsgeschichtlichen Pflanzen-
geographie (1850—1900).
Auf dem Gebiete der entwicklungsgeschichthchen Pflanzengeographie
soll nur auf jene Arbeiten hingewiesen werden, die'sich nicht rein auf phyto-
paläontologischem Gebiete bewegen. Wir verzeichnen als Beiträge zur Ent-
wicklungsgeschichte der heimischen Vegetation: G. v. Beck, Schicksale und
Zukunft der Vegetation Niederösterreichs (Ver. f. Landesk. Niederösterr., 1888);
Die Wachau (daselbst 1898); A. v. Kerner, Studien über die Diluvialzeit in
den östlichen Alpen (SWA. 1888); F. Krasan, Ueber die Vegetationsverhält-
nisse und das Klima der Tertiärzeit in Steiermark (GPr. 1889); Beiträge zur
Geschichte der Erde und ihrer Vegetation (GPr. Graz 1882). M. Kriz, Ueber
die Quartärzeit in Mähren (Mitth. Anthrop. Ges. Wien, 1898); S. Reissek,
Einst und jetzt der Vegetation Oesterreichs (Oester. Revue I); J. Palacky,
Pflanzengeographische Studien (Böhm. Ges. d. Wiss. 1883, 1884) und zahl-
Botanik und Zoologie in Österreich
In den Jahren 1850 bis 1900
- Title
- Botanik und Zoologie in Österreich
- Subtitle
- In den Jahren 1850 bis 1900
- Author
- Alfred Hölder
- Editor
- K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
- Location
- Wien
- Date
- 1901
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 14.3 x 24.0 cm
- Pages
- 716
- Categories
- Naturwissenschaften Biologie