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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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Page - 162 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900

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iQ'2 A. Z:ihll)nickuer. 3. Kryptogamae exsiccatae a Museo Palatino Vindobonensi editae, be- gründet von Beck v. Mannagetta. Die beiden letzterwähnten Sammlungen enthalten auch kritisch bearbei- tete Algen. 2. Pilze. Von Dr. Alexander Zahlbruekner. Der Antheil Oesterreichs an der Ausgestaltung der Mykologie ist ein erheblicher und vielseitiger. Bei der Eigenart der einzelnen Forscher wäre es indes schwierig, eine zusammenhängende, auch die Gesammtentwicklung der Pilzkunde berücksichtigende Schilderung der österreichischen Leistungen entw^erfen zu wollen. Es scheint mir daher zweckmässiger zu sein, das Wirken der hervorragendsten österreichischenMykologen in Einzeldarstellungen zu schildern, ein Vorgang, welcher es gestatten wird, das Charakteristische der einzelnen Forschungsrichtungen mehr in den Vordergrund zu stellen, da- gegen dasjenige, was von Forschern, die sich mehr gelegentlich auf das Gebiet der Pilzforschung begaben, geleistet wurde, gruppenweise zusammenzufassen. Ludwig Freih. v. Hohenbühel, genannt Heufler zu Rasen, wurde am 26. August 1817 zu Innsbruck geboren. Er war der Sprosse eines der ältesten Tiroler Adelsgeschlechter, sein Vater war der k. k. Kämmerer Josef David Ritt. v. Heufler. Ludwig v. Heufler absolvierte das Gymnasium in Klagenfurt, bezog dann die Universitäten in Innsbruck (1835) und Wien (1837), an welchen er sich dem Studium der Rechtswissenschaften widmete. Seine Liebe zur Botanik, insbesondere zu den Kryptogamen, machte sich schon in Klagenfurt geltend und wurde durch die Bekanntschaft mit 0. Sendtner, den er als Student in Innsbruck kennen lernte, wesentlich gefördert. In Wien schloss er sich freundschaftlich dem Mineralogen Stutter an, mit dem er sich schon während seiner Studienzeit an der Reorganisation der botanischen Sammlungen des Ferdinandeums betheiligte. 1842 in den Staats- dienst getreten, wurde Heufler im Jahre 1843 nach dem Küstenlande ver- setzt; 1846 zum k. k. Kreiscommissär in Italien ernannt und verblieb bis 1849 unter schwierigen Verhältnissen in dieser Stellung. In diesem Jahre von Minister Brück ins Handelsministerium berufen, wurde er noch im Laufe des Sommers zum Secretär im Ministerium für Cultus und Unterricht ernannt; bald darauf (1853) zum Sectionsrath befördert, wurde er 1857 wirklicher Käm- merer; 1864 ernannte ihn Se. Majestät zum Ministerialrath und erhob ihn ein Jahr später in den österreichischen Freiherrenstand. Eine mit Anfang der Siebzigerjahre auftretende geistige Störung zwang ihn 1872, in den Ruhestand zu treten. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er auf seiner Besitzung Altenzell bei Hall in Tirol, wo er am 8. Juni 1885 einen tragischen und raschen Tod fand. Heuflers hochbegabter Geist bethätigte sich auf vielen Gebieten; durch botanische, geographische, historische, politische, statistische und genea- logische Publicationen bewies er seine vielseitigen Kenntnisse. Auf dem Ge- biete der Botanik beschäftigte sich Heufler vornehmlich mit den Krypto-
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Title
Botanik und Zoologie in Österreich
Subtitle
In den Jahren 1850 bis 1900
Author
Alfred Hölder
Editor
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Location
Wien
Date
1901
Language
German
License
PD
Size
14.3 x 24.0 cm
Pages
716
Categories
Naturwissenschaften Biologie
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