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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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Page - 181 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900

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Morpholofrio, Eiitwiekliiugsgeschichtc und Systematik der Kryptoganien. 181 arbeitend, war er imstande, über die g-eographischc Vertheilung; der Lichenen in den Pinzgauer nnd Salzburger Alpen (1864) zu berichten und später (1872) eine Aufzälilung der Flechten des Herzogthums Salzburg zu verfassen. Seine Angaben fanden Aufnahme in der von Dr. F. Storch edierten „Flora von Salzburg". Sonst betheiligte sich nur noch G. A. Zwanziger an der Erfor- schung des Herzogthums; er bereiste den Radstädter Tauern, das Pongau und Luiigau und berichtet über die gefundenen Arten in einer im Jahre 1862 er- schienenen Liste. Pelativ wenig wurde in der Erforschung der reichen Lichenenvegetation Steiermarks geleistet. Abgesehen von kleineren Mittheilungen H. W. 11ei- chardts und J. B. Holzingers, befassen sich ausführlicher mit dem Gebiete die Arbeiten Prof. E. Kernstocks, der hauptsächlich die Koralpc und ihre Umgebung berücksichtigt; P. G. Strobl, der über die Flechten der Umgebung Admonts berichtet, und A. Zahlbruckner, der in einer kleineren Arbeit seine in der Umgebung Schladmings gemachten Funde veröffentlicht und in einer zweiten, in den ZBG. erschienenen Arbeit die Flechtenfunde des hervor- ragenden ßryologen J. Breidler bekannt macht. Ebenfalls dürftig sind die Nachrichten, welche uns in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts über die Flechtenflora Kärntens übermittelt wurden; kurze Mittheilungen von H. W. Reichardt, Prof. Peters und G. Zwanziger und in neuester Zeit von Simmer sind die Ergebnisse dessen, was auf diesem Gebiete geleistet wurde. Hingegen gehört Tirol dank der Forschungen österreichischer Licheno- logen und der mehr als 30-jälirigen Thätigkeit des kgl. bayrischen Ober- landesgerichtsrathes F. Arnold zu den lichenologisch bestbekannten Gebieten. Die festgesetzten Schranken dieser Schrift gestatten leider nicht, hier näher auf die Thätigkeit Arnolds einzugehen; das muss jedoch hervorgehoben und betont werden: die glänzende Erforschung der Flechtenflora Tirols ist fast ausschliesslich sein Werk, und das Hervorragende, was Prof. E. Kernstock geleistet, ist ebenfalls auf Arnold zurückzuführen. Angeregt durch die Lee türe der Arnold'schen Arbeiten über Tirol, die unter dem bescheidenen Titel „Lichenologische Ausflüge" in den ZBG. veröffentlicht Avurden, und an- gezogen von der Forschungsmethode, die Arnold seiner Thätigkeit zugrunde legte, wendete sich auch Kernstock sowohl während seines Aufenthaltes in Tirol, wie auch später die Ferialmonate immer wieder hier verbringend, mit dem gr()ssten Eifer der lichenologischen Erforschung des Landes zu. E. Kernstock war am 5. August 1852 zu Graz geboren, vollendete dort seine Gymnasial- und Universitätsstudien; noch vor deren Beendigung wurde er zum Assistenten am botanischen Laboratorium der Universität in (Jraz er- nannt; im Juni 1877 legte er die Prüfung für das Lehramt an ]\[ittelschulen al) und wurde noch in demselben Jahre als Professor an die Staats-Unterreal- schule in Bozen l)erufen. Hier wirkte er bis 1890 und wurde dann an die Staatsoberrealschule in Klagenfurt versetzt. Ein chronisches Leiden, das seine Berufsthätigkcit mehrftich störte, und gegen welches er vergebens in Wöris- hofen Hilfe suchte, war im ersten Monate des Schuljahres 1890/1900 mit er- neuerter Heftigkeit wiedergekehrt und fesselte ihn an das Krankenlager, bis
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Title
Botanik und Zoologie in Österreich
Subtitle
In den Jahren 1850 bis 1900
Author
Alfred Hölder
Editor
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Location
Wien
Date
1901
Language
German
License
PD
Size
14.3 x 24.0 cm
Pages
716
Categories
Naturwissenschaften Biologie
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Botanik und Zoologie in Österreich