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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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Page - 278 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900

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278 A. Penther. B. Arachniden. Von A. Penther. Von jeher gehörte die Arachnologie zu einem von der Wissenschaft nicht gerade bevorzugten Gebiete, obwohl sie nicht minder interessant ist als irgend ein anderer Zweig der Zoologie. Verschwindend klein ist hier auch die Anzahl der sogenannten Amateurs und Dilettanten, die in anderen Zweigen der Zoologie, namentlich der Ento- mologie, zahlreich vertreten sind und gewiss auch viel Bemerkenswertes auf ihren Gebieten geleistet haben. Trotz dieser ungünstigen Umstände, die ja allerdings auch für die an- deren Länder gelten, steht Oesterreich, was die wissenschaftliche Bearbeitung dieser Thierclasse in dem letzten Säculum betrifft, in der Reihe der Cultur- staaten lange nicht in letzter Reihe. In erster Linie wären die hier ebenso wie wohl auf den meisten an- deren Gebieten vorherrschenden Arbeiten hauptsächlich systematischen In- haltes zu erwähnen , die unsere Kenntnis der Spinnenthiere nur durch Beschrei- bung einzelner Arten bereichern oder auch sich mit der Systematik befassen. In seiner bedeutendsten Arbeit^), die, wenn auch heute zum Theil ver- altet, seinerzeit aber mit Recht hoch geschätzt wurde, und die zur Einführung in das Studium der Araneiden heute noch sehr zu empfehlen ist, gab uns Anton Äusserer eine Uebersicht der Systeme von E. Simon und T. T. Tho- reil nebst einer guten Bestimmungstabelle für die Familien, die es bedauern lässt, dass er nicht auch gleiche Tabellen für die Genera anschloss. Dem- selben Autor verdanken wir noch eine Uebersicht der Gattungen der Thera- phosiden nebst der geographischen Verbreitung der Territelarien ^) und eine Arbeit über Orbitelen, die neben Neubeschreibungen auch Bestimmungs- schlüssel der Genera Singa und Zilla enthält^). An dieser Stelle sei auch des erbitterten Streites Erwähnung gethan, den Karl Claus mit dem Engländer E. Ray-Lancaster führte („Limulus an Arachnid?"^). Das Spinnengeschlecht Bysdera behandelt eine allerdings durch neuere Funde und Bearbeitungen lang überholte Arbeit K. Doblikas^). Eine sehr beachtenswerte Abhandlung*^), die sich mit der Phylogenie der Spinnen befasst, hat B. N. Dybowski zum Autor. Alfred Nalepa, der sich einen Namen weit über die Grenzen Oester- reichs hinaus gemacht, hat sich nur die Ordnung der Acarina als Arbeitsfeld erwählt, darin jedoch Hervorragendes geleistet, sowohl was die Systematik, als auch was andere Zweige betrifft. Von den wichtigsten seiner zahlreichen Arbeiten seien an dieser Stelle besonders hervorgehoben sein „Katalog der Gallmilben"^) mit wertvoller Bestimmungstabelle der Phytoptidengattungen ^) Analytische Uebersicht der europäischen Spinnenfamilien. NVSt. 1877.— ^) Beiträge zur Kenntnis der Arachnidentämilie der Territelarien Thor. ZBG. 1871, 1875.— ^) Neue Kadspinnen. Ibid. 1871.— 4) Ann. and Mag. (5) XVIII, XTX; Nat. Sc. X.— ^) ZBG. 1853.— «) Kosmos 1891. — ') Z. Jahrb. 1891.
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Title
Botanik und Zoologie in Österreich
Subtitle
In den Jahren 1850 bis 1900
Author
Alfred Hölder
Editor
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Location
Wien
Date
1901
Language
German
License
PD
Size
14.3 x 24.0 cm
Pages
716
Categories
Naturwissenschaften Biologie
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