Page - 282 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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282 Karl Graf Attems.
Lebensweise, Fortpflanzung und Entwicklung der Spinnen" ^). Kürzeren In-
halt, oft nur die Form von Notizen haben die Beiträge von C. K. Doleschall,^)
Josef Erber^), Georg v. Frauenfeld^), Leopold Kirchner^), Vincenz Kol-
lar'^), Franz Löw^), Ign. Rud. Schiner^) und T. Szpadkowski^).
Fossile Arten haben während des ganzen Zeitraumes nur einen einzigen
Bearbeiter gefunden. Es ist dies Johann Kusta'*^).
Vorstehende Betrachtungen ergeben also, dass auf unserem Gebiete die
Ordnung der Acarina die weitaus am häufigsten bearbeitete ist, so dass sich
durch Einsichtnahme in die Publicationen der zeitlich aufeinander folgenden
hervorragenden Autoren dieses Gebietes — etwa Amerling^^), Kolenati,
Low, Nalepa— die grossen Fortschritte am besten erkennen lassen, welche
die Arachnologie in den letzten 50 Jahren in Oesterreich gemacht hat.
C. Myriopoden.
Von Dr. Karl Graf Attems.
I. Arbeiten über die österreichisclie Fauna.
Eine gründliche systematische Myriopodenforschung wurde, Avas die
Chilopoden betrifft, erst von Meinert und Koch, bezüglich der Diplopoden
von Latze 1 inauguriert. Von den älteren Schriften, also auch von denen
österreichischer Forscher auf diesem Gebiet, ist wenig Erfreuliches zu be-
richten; sie enthalten nur eine sehr geringe Zahl genügend beschriebener
Arten, und die Kenntnisse über die österreichische Myriopodenfauna am Be-
ginne des zu besprechenden letzten halben Jahrhunderts waren dementsprechend
dürftige.
Die Reihe der einschlägigen Arbeiten beginnt mit vier Publicationen
über Höhlenfauna von Schmidt, Schiner, Heller und Wankel, die uns
einige wenige in den Höhlen Krains und Mährens lebende Formen kennen
lehren.
Sill schrieb über die siebenbürgische, Nowicki (1 und 2) und Waj-
giel über die galizische Fauna. Grube erwähnt einige bei Triest gefundene
Arten, Rosicky lieferte eine für die damalige Zeit ganz gute Bearbeitung
der böhmischen Myriopoden; freilich sind viele seiner Diplopoden heute nicht
mehr identificierbar, da er den Bau der Copulationsfüsse noch unberück-
sichtigt lässt.
Feiller, dessen mit grossem Fleiss zusammengebrachte Sammlung nieder-
österreichischer Myriopoden gegenwärtig dem k. k. Hofmuseum gehört, gab
einige kurze Publicationen über einzelne Gruppen (1, 2, 3).
Latzl publicierte vor Erscheinen seines Hauptwerkes eine Fauna von
Kärnten und zwei kurze systematische Beiträge über Lithohius und Geo-
philiden.
1) Z. Ferd. 1867.— -) Nat. Tijds. Batavia 1856/57; ZBG. 1862. — ^) ZBG. 1864, 1866, 1868.
— •*) Ibid. 1873.— 5) Lotos 1863.— «) ZBG. 18.58.— ") Ibid. 1866.— «) Ibid. 1868.— '>) Wszechävviat
^885. — lö) Sb. Böhm. Ges. 1882—1885; 1888. — ") Lotos 1858, 1859, 1861, 1869; Ceutralbl. Landes-
ciilt. 1862.
Botanik und Zoologie in Österreich
In den Jahren 1850 bis 1900
- Title
- Botanik und Zoologie in Österreich
- Subtitle
- In den Jahren 1850 bis 1900
- Author
- Alfred Hölder
- Editor
- K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
- Location
- Wien
- Date
- 1901
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 14.3 x 24.0 cm
- Pages
- 716
- Categories
- Naturwissenschaften Biologie