Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Coronavirus
Die Corona-Pandemie - Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
Page - 392 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 392 - in Die Corona-Pandemie - Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise

Image of the Page - 392 -

Image of the Page - 392 - in Die Corona-Pandemie - Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise

Text of the Page - 392 -

Fragen an Betriebsdirektor Mag. Gebhard Falzberger Kröll: Erinnerst du dich noch zurück, welche Gedanken dir durch den Kopf gingen, als du davon in Kenntnis gesetzt wurdest, dass auf- grund eines massiven Anstiegs an mit Covid-19 infizierten Men- schen in deinem Verantwortungsbereich entsprechende Schutz- maßnahmen getroffen werden mussten? Falzberger: Ja, ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ein Schreiben vom Bundesministerium für Inneres bzw. vom Bundesminis- terium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumenten- schutz eingetroffen ist, dass in allen Krankenanstalten Öster- reichs der derzeitige Betrieb massiv zu reduzieren ist, um ent- sprechende Vorhaltungen für Patienten, die mit dem Virus Covid-19 infiziert sind, zu treffen. Im ersten Moment waren wir, die Mitglieder des Direktoriums unseres Krankenhauses, aber auch meine engsten Mitarbeiter, verunsichert und be- troffen, weil wir alle nicht wussten, was da auf uns zu- kommt. Kröll: Was waren deine ersten persönlichen Gedanken im Umgang mit dieser drohenden Pandemie? Welche Schutz- und/oder Vorsichts- maßnahmen hast du für dich selbst bzw. deine unmittelbaren An- gehörigen getroffen? Falzberger: Meine persönlichen Gedanken im Umgang mit der Pande- mie sind mehrschichtig: Einerseits rede ich jetzt als Familien- vater und Großvater, der während dieser Zeit leider keine Möglichkeit hatte, sein Enkelkind zu besuchen und zu se- hen. Wir haben uns innerhalb der Familie an die Quarantä- nebestimmungen gehalten, mit betroffen war auch meine 87-jährige Mutter, die allein lebt. Ich merke aber jetzt auch, was diese Isolation bei vielen anderen Menschen bewirkt hat. Wir werden alle etwas Zeit brauchen, um wiederum in eine normale Kommunikation zu kommen, wie sie vor Ausbruch der Pandemie bestanden hat. Ich bin davon überzeugt, dass es sehr wichtig ist, dass wir wieder in unser Verhalten zu- rückkehren dürfen, wie es vor Corona gewesen ist. Kröll: Das LKH-Universitätsklinikum Graz ist mit ca. 6.000 Mitarbei- tern (ohne Med-Uni-Beschäftigte) der größte Arbeitgeber in der Steiermark. Innerhalb welchen Zeitraums konntest du überhaupt diese erforderlichen und vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen in- stallieren? Wie konntest du es gewährleisten, dass alle angeordne- II. Christa Tax, Gebhard Falzberger, Wolfgang Köle – befragt von Wolfgang Kröll 392 https://doi.org/10.5771/9783748910589, am 02.10.2020, 10:33:08 Open Access - - https://www.nomos-elibrary.de/agb
back to the  book Die Corona-Pandemie - Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise"
Die Corona-Pandemie Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
Title
Die Corona-Pandemie
Subtitle
Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
Authors
Wolfgang Kröll
Johann Platzer
Hans-Walter Ruckenbauer
Editor
Walter Schaupp
Publisher
Nomos Verlagsgesellschaft
Location
Baden-Baden
Date
2020
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7489-1058-9
Size
15.3 x 22.7 cm
Pages
448
Keywords
Philosophie, Theologie, Gesellschaft, Gesundheitssystem, Biopolitik, Menschenwürde, Bioethik, Intensivmedizin, Gesundheitsethik, Covid-19, Triage, Ethik, Strafrecht und Grundrechte, Krankenhausseelsorge, Spiritual Care, Pflegeheim, Social Distancing
Categories
Coronavirus
Medizin
Recht und Politik
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Corona-Pandemie