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Küche und Garten
Die Süddeutsche Küche - auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
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310 Von Bertram werden die Blätter von den Stengeln gepflückt, in den Essig ssegeben, die Flasche halb mit den Blättern gefüllt. Ist er dann zu stark schmeckend, so kann man andern dazu geben. Zu kalten und warmen Saucen, Salat u. dgl. Gemüse und Wurzeln aufzubewahren. Wintergemüse seht man in einem lustigen frostfreien Keller in Erde ein, wie sie im Garten stehen, aber nahe nebeneinander und sieht steißig nach, um faulendes nicht unter dem gnten zu lassen. Peters i l ie , von der man im Winter Kraut braucht, läßt man im Freien oder setzt sie in Töpfe. > Von Sproßenkohl wird die Spitze abgebrochen, worauf er den ganzen Winter im Keller eingesetzt, oder im Freien gelassen, die kleinen Köpf- chen treibt. Krauskoh l bis zu den untern Blättern eingegraben, treibt im Früh- jähre die kleinen Blätter. D ie Rosen von Ka r f i o l (Blumenkohl, Käsekohl) kann man au einer Schnur verkehrt hängend in frostfreier Kammer lange erhalten. Die noch kleine Scheiben haben, setzt man mit den Wurzeln im Keller ein, stutzt die Blätter halb ab, und gibt bei gelinder Witterung fleißig Luft. Zwiebe l , Schalot ten, Knoblauch in der Sonne gut getrocknet, zu Kränzen geflochten, hebt man an einem trockenen ftostfreien Orte auf. Von Rüben al ler Ar t schneidet man das Kraut und die feinen Wurzeln weg und schichtet sie im Keller auf Haufen oder wenn Nauni ist, gräbt man sie in trockenen Sand reihenweise ein, daß die obere Seite ein wenig heraussieht. Erdäpfe l ausgesucht auf Haufen geschüttet kann man mit Kohlenstaub überschütten. in dem sie sich sehr gut halten. Ihre Keime im Frühjahre thut man weg. Wenn kein Frost mehr zu befürchten ist, schüttet MW sie auf den Dachboden, wo sie zwar zusammenschrumpfen aber lange genießbar bleiben. ' Sauerkraut. Das feste Kopfkraut wirft man nuter einem Dache auf Haufen und läßt es wenigstens 8 Tage abliegen. Dann wird es geputzt der Strunk ausgeschnitten, halbirt und auf dem Kraut-Hobel geschnitten. Unter diesen nimmt man es weg und gibt es auf ausgebreitete Tücher, wo man es mit Salz bestrcnt. Man gibt es dann in die Kübel, wo es eingetreten wird und streut auf jede Schichte Kümmel, ganze Wachholderbccren und Quitteusp alten oder gelbe Erbsen. Wenn es beim Eintreten zu wenig saftig wird, muß man noch Salz dazu geben. Den Boden der Kübel belegt man mit ganzen Kohl- blättern, oben bedeckt man das eingetretene Kraut damit oder mit einem Lein- wandlappen. Man belegt es mit einpassend geschnittenen Brettern, und legt Steine darauf, die es recht niederschweren. '
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Die Süddeutsche Küche auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Title
Die Süddeutsche Küche
Subtitle
auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Author
Katharina Prato
Publisher
U. Leykam's Erben
Location
Graz
Date
1858
Language
German
License
PD
Size
37.2 x 65.9 cm
Pages
350
Keywords
Kochbücher, Kochen, Rezepte
Category
Küche und Garten
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