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eihte Nuchenlauge tauchen, trocknen lassen Md dies einige Male wiederholen.
Eben so wird anderes Fleisch beim räuchern- behandelt.
Rindf leisch. Zu beliebigen Stücken geschnitten, wird es mit einem
Schlegel tüchtig geklopft nnd mit gestoßenem Salz, Salpeter, Knoblauch,
Pfeffer und Koriander eingerieben.
Rindszungen. Man durchsticht die breitgeklopften Zungen mit einer
Gabel, stößt zu einer, Pfeffer, Neugewürz, Nelken, von jedem 5 Körner, 2 Lor-
beerblätter, 1 Löffel Koriander, einige Wachholdcrbecreu, 2 Hwiebelchen,
Knoblauch.Limonieschalcn, 2 Sardellen und Kran und mischt l Hand voll Salz
und 1 Loth Salpeter dazu. Man kann auch noch Zwiebel, Schalotten Thy-
mian und Basilikum dazu geben.
Eingeschwcrt läßt man sie L bis 3 Wochen, worauf sie gekocht oder
geräuchert werden. Im letztem Fall kann man sie in Schwcinsnetz drehen,
und nach dem Räuchern in Schmalz oder Speck einlegen.
ä n se. Schöne Gänse werden geputzt und der Länge nach auf dem
Rücken aufgeschnitten und die Beino ausgelöst. Da.»n reibt man jede mit
einer Hand voll Salz, etwas Salpeter und Zucker, und Limonieschalen ein,
legt sie dann so, daß von zweien das Fleisch aneinander, die Haut aber unten
und oben kömmt, und läßt sie 3 Tage eingeschwcrt liegen. Man befestigt an
jede auf beiden Seiten eine Schnur, wickelt jede Gans in 2 Bogen Papier
uud hängt sie 8 Tage in Rauch. Meistens werden nur die Brüste geräuchert,
das Ucbrige verzehrt man frisch oder gepöckelt.
Die Brüste werden statt Schinken verwendet.
Das Fleisch kann man anch mit Pfeffer und Nelken, Wachholderbeeren,
Thymian, Koriander und Basilikum einreiben.
Geräucherte Würste.
Selchwürste. 6 Pfund Rindfleisch von der Keule (einen Thcil kann
man auch Schwciufleisch nehmen) reinigt man, so lange es noch warm ist, von
Haut und Fasern und klopft es mit einem hölzerne» Schlegel, bis es recht
fein ist. Während dem Schlagen gibt man 6 Seidel Waffer mit Knoblauch
gestoßen und geseiht, und 6 Loth Salz nach und nach dazu. So läßt man es
über Nacht stehen. Den andern Tag salzt man es nach Geschmack noch mehr,
glbt gestoßenen Pfeffer dazu, füllt es in dnnne Rindsdärme, und räuchert diese
Würste einige Tage.
Salamiwürste. Man nimmt 5 Pfund Mageres Rindfleisch, 3 Pfund
Schwcinfleisch und 3 Pfund Speck. Alles Zähe und Flächsigc wird weggo
schnitten, das Fleisch gehackt, der Speck kleinwürfelig geschnitten. Dann läßt
man es 24 Stunden stehen, worauf man 10 Loth Salz, 4 Loth gestoßenen
Pfesser und 3 Loth Kardamone dazu gibt und es recht fest in weite Rinds-
därme einfüllt. Man bindet sie 1 Schuh lang an beiden Enden mit Spagat
zu, durchsticht die Würste mit Nadeln, damit keine Lust darin bleibt, hängt
ie durch 14 Tage in Ranch und hebt sie dann an einem kalten Ort auf. Dann
!egt man sie in gesiebte Asche ein.
Die Süddeutsche Küche
auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
- Title
- Die Süddeutsche Küche
- Subtitle
- auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
- Author
- Katharina Prato
- Publisher
- U. Leykam's Erben
- Location
- Graz
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 37.2 x 65.9 cm
- Pages
- 350
- Keywords
- Kochbücher, Kochen, Rezepte
- Category
- Küche und Garten