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XVI.
Alterhöchsteg Caometschreiven
nn den
Cardinal NürsterMfchof von .^Uien.
Lieder Ritter von Rauscher! In Erwägung des erkannten
Bedürfnisses einer nach Lage und Raumucrhaltnissen geeigneten lmtho-
tischen GarnisMskirche in Meiner Haupt- und Residenzstadt Wien finde
Ich für so lange, als uom Militärärar eine eigene Garnisonskirche
nicht hergestellt werden wird, die gegenwärtig im Gau befindliche Votiv-
Kirche als diejenige zu bestimmen, welche nach ihrer dercinstigen Voll-
endung und Uebergabe zum gottesdienstlichen Gebrauche, unbeschadet
der eventuellen Eigenschaft einer Civil-Pfarrkirche, von dem Jeld-
rleru« Wiens bei Vornahme geistlicher Uunctioncn und Abhaltung
militärischer Airchenfeierlichkeiten, emuerständlich mit dem bestellten
Cimlpfarrer, als Garnisonskirche zu benutzen sein wird, und gebe
Ihnen hieuon mit dem Beifügen Kenntniß, dajz Ich Hierwegen unter
Einem an Meinen Kriegsminister Grafen Degenfeld das Geeignete
erlasse.
Ischl, am 1Z. October 1862.
Kranz Joseph m. p. XVII.
Allerhöchste Entschließung
über den
allerunterthanigsten Uortrag Seiner Excellenz des Ministers
für Eultus und Unterricht vom 27. September 1878.
Ich genehmige, dasz die Votiukirche in Wien den Rang einer
strobsteikirche erhalte und diese strolchet der Wiener Metropolitankirche
dergestalt einverleibt werde, daß der Probst-stfarrer der Votiukirche,
dessen Ernennung Ich Mir vorbehalte, stets einer der Domherren des
genannten Eapitels, deren Ernennung Mir ebenfalls zukommt, sein
soll, und Ich genehmige weitere, daß der Cardinal Jürsterzbischof
Autschker eingeladen werde, das Erforderliche wegen Erlangung der
Zustimmung des heiligen Ztuhles zu diesen Einrichtungen zu veranlassen.
Ich gestatte ferner, daß diese neue Pfarrkirche dem Religions-
fonds-Patronate unterstellt werde und daß an dieser Pfarre drei
Cooperatorsstellen mit einem Gehalte von je 300 fl. aus dem nieder-
österreichischen Neligionsfonde sustemifirt werden.
Endlich gestatte Ich vorerst im Grundsätze, daß das mit Ztiftun-
gen belastete Vermögen der dermaligen Umoersitatskirche, vorbehaltlich
der Ausrichtung dieser Lüftungen, zur Gänze, das unbelastete Vermögen
der erstgenannten Kirche aber, insoweit als es für die Bedürfnisse an
derselben nicht erfordert wird, an die Votiukirche übertragen werde,
am 2. Vctober 1873.
Kranz Joseph m. p.
Die Votivkirche in Wien - Denkschrift des Baucomités
- Title
- Die Votivkirche in Wien - Denkschrift des Baucomités
- Author
- Moriz Thausing
- Publisher
- Verlag von R. v. Waldheim
- Location
- Wien
- Date
- 1879
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 25.0 x 33.2 cm
- Pages
- 148
- Keywords
- Kirche, Kunstgeschichte, Architektur
- Categories
- Geschichte Vor 1918