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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? - Einwürfe und Provokationen
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Page - 95 - in Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? - Einwürfe und Provokationen

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am (sehr) frühen Sonntagmorgen derKlausur;während des Statements habe ich Stellen verworfen, andere überlesen und weitere Beispiele hinzugefügt. Ich machte mir Notizen in der Aussprache und als ich wieder zuhausewar, schrieb ich einenBlogartikel zurKlausur (Hermes 2019), in dem ich wiederum eine angepasste Version des Statements unterbrachte.SchließlichnahmichmehrfacheAnläufezurErstellungder Fassung fürdenEssayband,die ich fast rechtzeitig einreichte, schließlich kamennoch die finalenÜberarbeitungen hinzu. Es liegt auf derHand, dass ich zum Zeitpunkt des ersten Entwurfs unmöglich hätte sagen können, wie der Text der endgültigen Druckfassung aussehen würde. Aber ich hatte zumindest Leitlinien bei der Abfassung. Zu den ur- sprünglichenLeitideen sindweitereGedankenhinzugekommen, andere weggefallen. Am Ende stand ein völlig anderer Text als am Anfang. Natürlichwurde dieser Prozess auch vonRückmeldungen der anderen Klausurteilnehmerinnenund-teilnehmerbeeinflusst, letztlichwareraber vor allemdas Produkt eines einzelnen Individuums (hier:mir). In den verschränkten gesellschaftlichen Subsystemen Bildung und Hochschule existiert dagegen eineVielzahl von Individuenmit eigener Agenda und Akteuren mit teils lose definierten Rollenprofilen, hinzu kommenwechselndeAnsprüchederUmwelt/Gesellschaft. Jedenochso kleine Änderung hat unmittelbare und teilweise nur sehr schwer vor- hersagbareAuswirkungenaufdieGesamtsystemeunddieAnsprüche,die an bestimmte Akteure gestellt werden. Darüber hinaus ist man ge- zwungen –will man die Subsystememodifizieren – in den laufenden Betrieb einzugreifen, kannmandochkeineparallele Struktur aufbauen, mit dermandie alte ersetzt,wenn jene vollendet ist. Nur ein einzelner Aspekt der Veränderung betrifft die Digitalisie- rung. Ich hatte in einemderAteliers derKlausur gehört, dass dieDigi- talisierungvonmanchenalsÜbergangsprozess hin zueinemEndzustand verstanden wird. Irgendwann seien für alle Bedürfnisse die perfekten ToolsentwickeltundindiesemZugdieDigitalisierungsherausforderung bewältigt. Ichdenkenicht, dass diesesSzenario jemals eintretenwird,da es immerwiederneue,nochbessereTools für immerwiederneue,heute noch gar nicht absehbare Herausforderungen zu entwickeln gilt. Der Prozess derDigitalisierungwirdnicht irgendwannenden, sondern auch Teilbereiche ergreifen, bei denen heute noch niemand an eineDigita- lisierung denkt.Auf welchenPfaden das geschehenwird, ist schwer bis überhaupt nicht zuprognostizieren. Dass ich es für unmöglich halte, eineHochschule in 20 Jahren vor- herzusagen,heißtallerdingsnicht,dasserstgarkeineVisionenentwickelt Vision als Prozess 95
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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? Einwürfe und Provokationen
Title
Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen?
Subtitle
Einwürfe und Provokationen
Authors
Marko Demantowsky
Gerhard Lauer
Robin Schmidt
Editor
Bert te Wildt
Publisher
De Gruyter Open Ltd
Location
Oldenburg
Date
2020
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-11-067326-5
Size
15.5 x 23.0 cm
Pages
206
Keywords
Bildung, Schule, Technik, Universität, Digitalisierung
Category
Technik
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