Page - 325 - in Dinge – Nutzer – Netze - Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
Image of the Page - 325 -
Text of the Page - 325 -
Fallstudien | 325
eines im Verlauf gespeicherten Individualobjektes stellt man fest, dass bereits ange-
sehene verwandte Werke auf die linke Seite gewandert sind, während ihre Position
auf der rechten von neuen Miniaturansichten eingenommen wird.
Die Einzelwerks-Ansicht bietet darüber hinaus drei Buttons unterhalb des Objek-
tes zum Anklicken an: Ein kleines Herz ermöglicht es, das Werk als ›Favoriten‹ zu
markieren (dazu gleich Näheres). Das Feld +Infos öffnet Beschreibungen und erklä-
rende Texte zum Ausstellungsstück, die von Abmessungen und Angaben zu darge-
stellten Personen, Bauten und Landschaften bis hin zu Erklärungen der Lebensum-
stände des Künstlers zum Entstehungszeitpunkt des Werkes reichen. Hinzu kommen
Angaben zu Sammlungsbereichen und Inventarnummern innerhalb der Sammlung
des Museums. Diese Seite bietet außerdem Zugriff auf weiteres Medienmaterial zum
Objekt, wie Audioguides und Videos. Von hier aus kann zuletzt auch auf die hoch-
auflösende Objektansicht zugegriffen werden, die wohlgemerkt keinen Download er-
laubt.20 Neben dem +Infos-Feld befindet sich eine kleine schematische Darstellung
vernetzter Rechtecke, die ein erweitertes ›Assoziations-Fenster‹ öffnet: Hier können
alle mit dem Objekt verbundenen Werke über die auch auf der Startseite verwendeten
Rubriken aufgerufen werden.
Schließlich verfügt die Digitale Sammlung über einen am rechten Bildschirmrand
fast verborgenen Reiter, der per Klick ›ausgefahren‹ werden kann und der neben ei-
nem Impressum und einem Hilfsmodus vier über Icons anzusprechende Funktionen
beherbergt. Ein Herzchen erlaubt es dem Nutzer, seine als ›Favoriten‹ gekennzeich-
neten Objekte aufzurufen und zu verwalten. Das Feld, mit dem dieses Fenster ge-
schlossen werden kann, trägt bezeichnenderweise die den Flaneur evozierende Auf-
schrift »Weiterschlendern«. Eine Lupe erlaubt das Durchsuchen der Sammlung nach
Stichworten. Ein schematisch dargestelltes Männlein ermöglicht die Erstellung eines
Kontos oder die Anmeldung in ein bestehendes, mit dem Favoriten und Suchverläufe
gespeichert werden können. Zwei kleine Fenster schließlich erlauben den Blick auf
aus dem Fundus zusammengestellte Sammlungen bzw. Alben, von denen es derzeit
erst neun gibt und eines den Titel Test111 trägt – ein offensichtliches Symptom der
Tatsache, dass das Angebot noch in der Entwicklung begriffen ist. Drei Einträge am
rechten oberen Seitenrand, betitelt Städel, Öffentliche und Meine, sind zurzeit noch
nicht anklickbar, deuten aber an, dass hier ein Element der Publikumsbeteiligung in
Vorbereitung ist.
Das Google Art Project wird im kommenden Unterkapitel noch gesondert disku-
tiert werden, wenn es um virtuelle Plattformen geht, die verstreute Sammlungen ver-
netzen. Für den Augenblick sei schon einmal festgestellt, dass das Art Project und
seine Funktionalitäten zahlreichen Features der Digitalen Sammlung Pate gestanden
20 Vgl. z.B. https://digitalesammlung.staedelmuseum.de/index.html#/exhibit/Resource_
museum_ exhibit_Staedel_3012 vom 18.09.2015.
back to the
book Dinge – Nutzer – Netze - Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen"
Dinge – Nutzer – Netze
Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
- Title
- Dinge – Nutzer – Netze
- Subtitle
- Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
- Author
- Dennis Niewerth
- Publisher
- transcript Verlag
- Date
- 2018
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-4232-6
- Size
- 14.8 x 22.5 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Virtualität, Kulturerbe, Digitalisierung, Neue Medien, Kulturmanagement, Museumswissenschaft, Digitale Medien, Mediengeschichte
- Category
- Medien