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Fallstudien | 395
aus einer vermeintlichen technologischen Folgerichtigkeit heraus die physische Aus-
stellung obsolet machen (vgl. ebd.: 48). Als Aktanten einer augmented reality-Um-
gebung (ebd.: 40), in der digitale Abbildung und physische Präsenzerfahrung mitei-
nander koexistieren, interagieren und womöglich mehr und mehr an Unterscheidbar-
keit einbüßen, hängt ihre Nützlichkeit nicht allein von ihrer inneren Funktionalität
ab, sondern von ihrer Fähigkeit, als Schnittstelle zu wirken (vgl. ebd.: 49). Damit
werden Museumsapps gerade aufgrund ihrer schwammigen Situiertheit im Muse-
umsraum, außerhalb desselben und in allen Grauzonen zwischen seinem Innen und
Außen zu exemplarischen Abbildern des aller Museumsvirtualisierung zugrundelie-
genden Dilemmas: nämlich nicht etwa das Museum von Babel zu ordnen, sondern
Lösungen für individuelle Museen, Ausstellungen und pädagogische Situationen zu
finden, die den Versprechungen digitaler Vernetzung genügen, ohne sich ihren Ei-
gendynamiken zu ergeben.
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Dinge – Nutzer – Netze
Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
- Title
- Dinge – Nutzer – Netze
- Subtitle
- Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
- Author
- Dennis Niewerth
- Publisher
- transcript Verlag
- Date
- 2018
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-4232-6
- Size
- 14.8 x 22.5 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Virtualität, Kulturerbe, Digitalisierung, Neue Medien, Kulturmanagement, Museumswissenschaft, Digitale Medien, Mediengeschichte
- Category
- Medien