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Vor 1918
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 - Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
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TeschenbergsInspektionsreise 129 zu dürfen, hatte nur in Gebieten mit mangelhafter Rechtsp ege Werbekraft. 1890 gab es Konsularrechtsanwälte bei den Konsulaten in Konstantinopel, Izmir, Salo- niki,Warschau,Moskau,St.PetersburgundOdessa.326 Beschwerdeüber fehlendeSprachkenntnisse 1863beschwertesichGrafNadasdy,dassKanzlerMontlonginBukarestwederUn- garisch noch Rumänisch beherrsche. Frhr. v. Eder wies diese Beschwerde ab, weil es sich um keine Amtssprache des Konsulates handle, gab aber zu, dass Montlong kein Ungarisch beherrsche, aber Rumänisch verstehe. Im gleichen Amt waren zur gleichen Zeit fünf Beamte der magyarischen und sechs der rumänischen Sprache mächtig.327 6.10 TeschenbergsInspektionsreise Nach Klagen aus dem Handelsstand über untätige Konsularämter, die von der Presse und in beiden Delegationen aufgegriffen wurden, führte der außerordentli- che Gesandte und bevollmächtigte Minister Frhr. v. Teschenberg im Auftrag von Außenminister Graf Kálnoky von Mai bis Ende Juli 1883 eine Inspektion von k.u.k. Konsulatsämtern in Serbien, Bulgarien, Rumänien, Ostrumelien und Kon- stantinopel durch. Teschenberg hatte den Auftrag, das Konsulatswesen insgesamt in seinen Funktionen zu überprüfen, damit Verbesserungen durchgeführt werden können. Er musste sich nach seiner Ankunft in Belgrad, So a, Plovdiv, Konstan- tinopel und Bukarest mit den dortigen Missionschefs in Verbindung setzen, um einen möglichst regen Meinungsaustausch über die Angelegenheit einzuleiten. Te- schenberg hatte das Recht, Einsicht in die Korrespondenzen der Konsulate zu nehmen und Aufklärungen zu verlangen. Besonderes Augenmerk sollte er auf An- fragen aus der Handelswelt legen und die österreichisch-ungarischen Handelsbe- lange. Sogar eine Reorganisation der Standorte der Konsulate könnte angedacht werden.SeineErgebnissesolltenersteAnhaltspunktefürspäterinAussichtzuneh- mende Verbesserungen liefern.328 Auftragsgemäß reiste Teschenberg zuerst nach Budapest, wo er vom ungarischen Ministerpräsidenten v. Tisza die Gründe seiner Unzufriedenheit über die Konsuln erfahren wollte. Doch dieser erging sich nur in Andeutungen allgemeiner Natur, bei Rumänien streifte er mehr das polizeiliche alsdasvolkswirtschaftlicheGebiet.InjedemKonsulatsolltemindestenseinBeam- terangestelltsein,derUngarischvollständigbeherrschte.WegenderDetailswurde 326 ARF8/306.GeneraliaA1880– 1918.AdvokatenI. 327 Frhr.v.EderanAußenministerRechberg,Bukarest,17.März1863,Nr. XXXIII res.ARF4/ 224,Pe.Montlong. 328 Privatschreiben des Außenministers Kálnoky an den außerordentlichen Gesandten u. bevoll- mächtigtenMinisterFrhr.v.Teschenberg,Wien,18.Mai1883.ARF8/I.
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Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Title
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Subtitle
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Author
Engelbert Deusch
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
Size
17.4 x 24.4 cm
Pages
736
Keywords
Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
Categories
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