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326 DieKonsuln
wehr, 1. Mai 1879; zur Botschaft beim päpstlichen Stuhl versetzt, 5. Dez. 1879;
DA 10. Febr. 1880; Legationssekretär, 17. Dez. 1880; Ritter des Ordens der Ei-
sernen Krone III. Klasse, 25. Sept. 1882; mit den Angelegenheiten der geistli-
chen Agentie bei der Botschaft beim päpstlichen Stuhl provisorisch betraut, ab
3. Juni 1883; nach Berlin versetzt, 20. März 1884; Titularlegationsrat, 26. Aug.
1884;erhieltbeiseinerVersetzungindasVerhältnis außerDienst derLandwehr
den Hauptmannscharakter ad Honores, 13. Juni 1885; der Botschaft in Konstan-
tinopel zugeteilt, 3. Okt. 1885; DA am 14. Okt. 1885; nach Bukarest transferiert,
17. Juni 1886; Legationsrat II. Kategorie, 21. März 1887; der Botschaft in Lon-
don zugeteilt, 19. Juni 1888; Legationsrat I. Kategorie, 5. Mai 1889; zur zeitweili-
gen Dienstleistung in das Außenministerium einberufen, Erlass v. 28. Febr. 1890;
der Gesandtschaft in Washington interimistisch zugeteilt vom 14. Juni 24. Sept.
1890; Rückreise aus Washington nach Europa erst am 24. Sept. 1890 angetreten;
diplomatischer Agent und GK I. Klasse in Kairo, 9. Febr. 1891; in den erblichen
österreichischenFreiherrnstandmitdemPrädikat Syrgenstein erhoben,14.Dez.
1891;TitelundCharaktereinesaußerordentlichenGesandtenundbevollmächtig-
tenMinisters,3.Aug.1895;GroßkreuzdesFranz-Joseph-Ordens,6.Nov.1896;662
außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister am kgl. serbischen
Hof, 9. Jänner 1900; DA am 12. Febr. 1900 in Belgrad; ao. Gesandter und bevoll-
mächtigter Minister bei der schweizerischen Eidgenossenschaft, 7. Jänner 1903;
DA am 23. Febr. 1903 in Bern; Geheimer Rat, 13. Febr. 1903; Ritter des Ordens
der Eisernen Krone I. Klasse, 30. Nov. 1908; mit AE vom 9. Mai 1908 wurde die
Ablegung des Adelsprädikates Syrgenstein und die erbetene Wappenänderung
gestattet (Heidler hatte sich am 11. März 1908 von seiner Frau, Grä n Sophie
von Waldburg-Syrgenstein, scheiden lassen, die ab 1893 in einer Nervenheilan-
stalt war); vom Posten in Bern abberufen unter Bekanntgabe der allerhöchsten
Anerkennung für die sehr ersprießliche Dienstleistung, 10. Dez. 1909; einjähri-
ger Urlaub ab 1. Jänner 1910; auf eigenes Ansuchen in den bleibenden Ruhestand
übernommen, 23. Jänner 1911; auf Wunsch von Außenminister Aehrenthal le-
benslänglichesMitglieddesHerrenhausesdesReichsrates,26.Febr.1912 1917.
662 1895 wurde beim österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand offene Tbc festgestellt; die
daraufhin verordneten Aufenthalte unter ärztlicher Aufsicht führten ihn auch nach Ägyp-
ten.Kielmanseggbehauptet inseinenAufzeichnungenaufS.91:Heidlerhabesichumden
krankenErzherzogkaumgekümmert,
wasdieserihmderartverübelte,daßer,zurückgekehrt,
seine Pensionierung verlangte, die der Kaiser vollziehen ließ . Besser informiert war Heinrich
GrafLützow,S.160:ErzherzogFranzFerdinandwarvonNov.1895 März1896vonKairo
aus meist aufNilfahrt. GK Heidler bemühte sich zweimalvergeblich um eine Audienz, wobei
der abgewiesene GK von Franz Ferdinand hören musste: Sagen Sie dem Esel, er soll mich in
Ruhe lassen! Der Tiefgekränkte war dem Selbstmord nahe und musste mit dem Großkreuz
desFranz-Joseph-Ordensgetröstetwerden.
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Title
- Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
- Subtitle
- Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Author
- Engelbert Deusch
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- Size
- 17.4 x 24.4 cm
- Pages
- 736
- Keywords
- Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
- Categories
- Geschichte Vor 1918