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660 DieKonsuln
Trauttenberg,ConstantinFrhr.von1246
V: Joseph Leopold Bernhard, Frhr. v. Trauttenberg (1804 1890); M: Mathilde, geb. Grä-
nCappy(1810 1887);
*17. Sept. 1841, Troppau, Schlesien (Opava, Tschechische Rep.); Rel.: röm.-kath.;
26.April1914,Rom;
alle acht Klassen Gymnasium mit Vorzug abgeschlossen trotz Versetzung des Va-
ters als Of zier in verschiedene Sprachräume; beherrschte damals bereits voll-
kommen Deutsch, Polnisch, Italienisch; Zögling der Orientalischen Akademie
ab 1857; Konsulareleve bei gleichzeitiger Zuteilung zur k.k. Zentralseebehörde
in Triest, 28. Sept. 1862; Dolmetschadjunkt bei der Internuntiatur in Konstan-
tinopel, 11. Aug. 1863; Honorarlegationssekretär, 22. Juni 1868; der ostasiati-
schen Mission zugewiesen, bei gleichzeitiger Ernennung zum Legationssekretär,
6. Aug. 1868; Ritter des Ordens der Eisernen Krone III. Klasse, 15. März 1871;
der Gesandtschaft in Stuttgart zugeteilt, 15. Mai 1871; DA 4. Juni 1871, dort bis
22. Okt. 1871; Kämmerer, 1872; nach Dresden versetzt, 29. Jänner 1872; DA
15. März 1872; der Botschaft beim päpstlichen Stuhle beigegeben, 2. Juni 1872;
DA26.Juni1872,wurdeaushilfsweiseauchbeiderGesandtschaftamital.Hofver-
wendet;nachBerlintransferiert,3.Aug.1873;LegationsratII.Kategorie,12.Dez.
1876; interimistische Geschäftsführung der Botschaft in Berlin v. 17. Aug.
14. Okt. 1878, anschließend weiter in Berlin; zur Botschaft am königlich italieni-
schenHofversetzt,24.Dez.1878;nachSt.Petersburgtransferiert,27.Sept.1879;
Legationsrat I. Kategorie, 9. Jänner 1880; 1882 Heirat mit Frau Marie Gariai-
now(*1850,TochterdesverstorbenenrussischenGeneralmajorsPaulUschaków);
Ritter des Ordens der Eisernen Krone II. Klasse, 9. Mai 1882; dem Außenmi-
nisterium zugeteilt, 22. Mai 1882; Titel und Charakter eines außerordentlichen
Gesandten und bevollmächtigten Ministers, 2. Mai 1883; für den verstorbenen
Dir. Barb mit der provisorischen Leitung der k.u.k. Orientalischen Akademie
betraut, 3. Mai 1883; nahm in dieser Eigenschaft in Zusammenarbeit mit dem
AußenministeriumeinigeWeichenstellungenvor:1.diek.u.k.OrientalischeAka-
demie sollte eine Fach- u. Spezialschule zur Heranbildung junger Leute für den
diplomatischen und Konsulardienst sowie für den Verwaltungsdienst in Bosnien
und Herzegowina sein; 2. Prüfungen durften nur mehr von Professoren vorge-
nommen werden, die an der Akademie lehren; 3. Wiedereinführung der allgemei-
nen und österreichisch-ungarischen Statistik; 4. Verp ichtung der Zöglinge, nach
Vollendung der Akademie eine einjährige Gerichts- oder Verwaltungspraxis abzu-
leisten.
Außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister am könig-
lich griechischen Hof, 26. Nov. 1883; Beglaubigungsschreiben überreicht am
1246 ARF4/357.Jb.1898,S.257;GGTF1914,S.847:Eltern;Rathkolb,S.547.
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Title
- Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
- Subtitle
- Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
- Author
- Engelbert Deusch
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- Size
- 17.4 x 24.4 cm
- Pages
- 736
- Keywords
- Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
- Categories
- Geschichte Vor 1918