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Else Feldmann: Schreiben vom Rand - Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
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126 JournalistischeArbeiten WasFeldmanndemProtagonistenAbsalonLaich in ihremRomanLeibder Mutter in denMund legt – „Er hatte ihrDinge erzĂ€hlt, die sich Ă€hnlich in Wirklichkeitzugetragenhatten.[
]ErhattesiebloßeinwenigausgeschmĂŒckt, journalistischhergerichtet.“ (LDM78)–,gilt auchalspoetologischesPrinzip fĂŒr ihreigenesSchreiben. EinGroßteildervonihr fĂŒrverschiedeneTageszeitungenverfasstenBeitrĂ€ge entsprichtdemimRahmenderNeuenSachlichkeitausgebildetenReportagestil, unterdemzumeinendieBeschrĂ€nkungaufdieSchilderungrealerGegeben- heiten,zumandereneineAkzentuierungaufeine„knappereAusdrucksform“ verstandenwird,mittelsderermanbestrebt ist, „schĂ€rfstePhotographiendes Alltags“ sowie „Stenogramm[e]derWirklichkeit“467 zugeben. Er ist durch RealitĂ€tsbezug,AktualitĂ€t,EntfiktionalisierungsowieEntidealisierungder lite- rarischenProduktiongekennzeichnetundbringtdurchdieVerbindungvon dokumentarischemundfiktionalemSchreibeneineoperative, funktionelle, auf Nutz-undGebrauchswertabzielendeLiteraturhervor. SeineAnwendunginDramaundLiteratur fĂŒhrtzurEntstehungliterarischer ‚Zwischenprodukte‘,alswelcheauchFeldmannsimFeuilletonerschieneneTexte vielfachzuapostrophierensind(vgl.z.  B.:NachteinesArbeitslosen,Bilderaus demWienerGhetto,DieErzieherin). Ein fĂŒrFeldmannsTextemaßgeblichesKennzeichenneusachlicherLiteratur istdasderBeobachtung,die innerhalbderAusbildungdesReportagestilsei- neAufwertungzurĂ€sthetischenKategorieerfĂ€hrtundals formal stilistische KonsequenzderaufAktualitĂ€tundZeitbezogenheit festgelegtenneusachlichen Literaturzusehenist: „GegenĂŒberderErfindungfiktionalerFabelnbehauptet sichnundieBeobachtung, stattErdichtetemverlangtmannachDokumentari- schem,statt aufdasErzĂ€hlenvonErfundenemlegtmansichaufdasBerichten realerZustĂ€nde fest.“468DamitsollderzwischenKunstundLebenentstande- nenKluftentgegengewirktwerden:„DasKaos[sic!]unddieAnarchieunseres WeltbildeskönnennichtinderDichtungalleingefaßtundĂŒberwundenwerden. KaosundAnarchiesindnurhandelndzubezwingen.Dichtung ist immerein Danach[
]“,befindetJ.  R.Becher1928,derdieReportageals„dieAvantgarde, de[n] erste[n]Vorstoß einer kommendenDichtung in einneuesDiesseits“ bezeichnetunddesWeiterenanmerkt: 467 FritzEngel:FerdinandBruckner.DieVerbrecher. In:BerlinerTageblatt.24.10.1928.Zit.nach: SabinaBecker:NeueSachlichkeit.O.  a.: S.  160. 468 SabinaBecker:NeueSachlichkeit.O.  a.: S.  171. http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 | CC BY-NC-ND 4.0 © 2021, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, Zeltgasse 1/6a, A-1080 Wien
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Else Feldmann: Schreiben vom Rand Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
Title
Else Feldmann: Schreiben vom Rand
Subtitle
Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
Author
Elisabth H. Debazi
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21213-3
Size
15.8 x 23.4 cm
Pages
306
Keywords
L
Category
Biographien
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Else Feldmann: Schreiben vom Rand