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Der Fürst gründet einen Musenhof 177
148 Vgl. Kalamár 2004, S. 149. und Kenntnis zunächst selbst fest und überließ dann weitgehend Experten die
Umsetzung der Kulturlandschaft, der Sammlungs-, Musik- und Theaterangelegen-
heiten148 – sei es aus Vertrauen seinen Mitarbeitern gegenüber oder schlicht aus
Mangel an Zeit, denn Nikolaus schritt wie immer schnell voran, (er-)fand neue
Projekte und Ideen.
Damit unterschied sich Nikolaus aber maßgeblich von seinem Großvater, der nie
das Zepter aus der Hand gegeben hatte, wenn es um die bildenden Künste gegangen
war, und der sich damit im barocken Selbstverständnis des absolutistisch entschei-
denden Fürsten dargestellt hatte. Nikolaus II. hingegen – denn das hatte er in Rom
mit seinem exzellenten Beraterstab bewiesen – gab der professionellen Autorität
und bürgerlichen Expertise Gestaltungsräume, die diese dann mit ihrem Fachwissen
und Kontakten ausfüllen konnten. Dennoch behielt sich Fürst Nikolaus II. immer
Lanzer zu Pferde, Federzeichnung von Albrecht Dürer
(1471–1528), 1502. Museum der Schönen Künste,
Budapest, Graffische Sammlung (vormals Sammlung
Esterházy).
Nikolaus II. Esterházy und die Kunst
Biografie eines manischen Sammlers
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Nikolaus II. Esterházy und die Kunst
- Subtitle
- Biografie eines manischen Sammlers
- Author
- Stefan Körner
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2013
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 2.0
- ISBN
- 978-3-205-78922-2
- Size
- 23.0 x 28.0 cm
- Pages
- 404
- Category
- Kunst und Kultur