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Der Fürst gründet einen Musenhof 187
ständiger Spielbetrieb in Eisenstadt gewährleistet werden, der laufend Konzerte
und bis zu sechs große Vorstellungen pro Woche in Form von Trauerspielen, Lust-
spielen, Opern und Gelegenheitsstücken in immer wechselndem Programm bieten
sollte. Zunächst griff der Hof hierfür neben der fürstlichen Kapelle auf Wiener
oder Pressburger Theatertruppen zurück, die ganze Programme anboten, jetzt, mit
dem Ausbau der Residenz und des Musenhofes, wollte Nikolaus die Infrastruktur
hierfür selbst stellen. Ab 1804 wuchs daher der Stamm des Kammer- und Chor-
musikpersonals drastisch an. Ein Knabeninstitut für Chorgesang wurde gegründet
und zahlreiche neue Sänger unter Vertrag genommen. Schon am Ende des Jahres
zählte die fürstliche Kapelle unter Konzertmeister Hummel und Vizekapellmeister
Fuchs stolze fünfzig ständige Mitglieder – vom Tenor bis zum Organisten, von
den Altistinnen bis zum Waldhornisten. Zusammen mit den zwölf Kapellknaben
Theaterhefte des Esterházy-Hoftheaters, 1806 und
1807. Esterházy Privatstiftung, Schloss Eisenstadt,
Fürstliche Bibliothek.
Musikmaschine, Entwurf von Joseph Ignaz Gurk
(Kustos der Esterházy-Bibliothek), 1810. Metropolitan
Museum of Arts, New York, Grafische Sammlung.
Nikolaus II. Esterházy und die Kunst
Biografie eines manischen Sammlers
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Nikolaus II. Esterházy und die Kunst
- Subtitle
- Biografie eines manischen Sammlers
- Author
- Stefan Körner
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2013
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 2.0
- ISBN
- 978-3-205-78922-2
- Size
- 23.0 x 28.0 cm
- Pages
- 404
- Category
- Kunst und Kultur