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Der omnipräsente Fürst ist kaisernah 199
248 Vgl. Reichardt 1810, Bd. 1, S. 166 (Elfter Brief,
30. November 1808). 5. Der omnipräsente Fürst ist kaisernah
Auf dem Höhepunkt des Ausbaus der Residenz zu einer bedeutenden Kulturland-
schaft, der Akquise von neuen Kunstwerken für die stetig wachsenden Sammlun-
gen und der prunkvollen Entfaltung von Hofhaltung, Oper und Theater in seiner
Regierungszeit des Majorats fiel auch die größte Präsenz des Fürsten Nikolaus II.
Sogar bis nach Weimar reichte der Ruf des Eisenstädter Musenhofes. Der Fürst
glänzte allerdings in diesen Jahren auch in Wien als omnipräsenter Kunstförderer ;
so bestimmte er finanzstark das dortige Theater, richtete Feste aus und suchte mit
seinen Residenzen und Projekten die Nähe der kaiserlichen Macht und den Jubel
der Gesellschaft.
5.1 Hoftheaterdirektion und Festinszenator
Neben dem Aufbau seines Eisenstädter Theaters übernahm Nikolaus II. zusam-
men mit der »Gesellschaft der Kavaliere«, der er seit seiner Jugend angehörte, »alle
hiesigen großen Theater« Wiens, um sie »für ihre Rechnung führen [zu] lassen«248.
Das war teuer, denn die Wiener Hoftheater hatten einen defizitären Spielbetrieb.
Hochzeitsmahl Kaiser Franz’ II. und Maria
Ludovikas, 1808, Gemälde von Johann Baptist
Hoechle (1754–1832), um 1810. Als Dritter von links
(s. Lichtpunkt) steht Nikolaus II. hinter dem Kaiser.
Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie.
Nikolaus II. Esterházy und die Kunst
Biografie eines manischen Sammlers
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Nikolaus II. Esterházy und die Kunst
- Subtitle
- Biografie eines manischen Sammlers
- Author
- Stefan Körner
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2013
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 2.0
- ISBN
- 978-3-205-78922-2
- Size
- 23.0 x 28.0 cm
- Pages
- 404
- Category
- Kunst und Kultur