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Tagebuch 1937/3
entwicklungsfähig wie Bassano. Darin kommt er allein an Tizian heran. Tintoretto
wäre es vielleicht, wenn man eine Jugendentwicklung kennen würde.
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Am erschütterndsten ist das Hendrikje Stoffelsbild von Rembrandt. (Nach d. Re-
produktion scheint d. Eremitagebild ähnlich zu sein). In diesem Bild ist doch wirk-
lich alles Menschliche gesagt ; ohne Rücksicht auf „die Leute“. (Mir fällt ein Ge-
spräch in Chatsworth ein. Die Duchess : „Don’t you think it nice not to mind about
other people’s opinion.“ Ihre Gästin, die wegen Charity gekommen war und genau
wußte, daß die Duchess es nur ironisch gesagt hatte : „I think it selfish not to mind.“)
In d. Gallerie stießen wir auf Delbanco (Ex-Hamburger), der zwischen 2 Nachtfahr-
ten Kunst aufnahm. (Er ist Kunsthändler u. hat eine sympath[ische] Art, es sofort zu
sagen. Es ist leider fast das einzige, was an ihm sympathisch ist). Wir sind mit dieser
Sensation „Edinburgh“ fast am Ende unserer neuen „Eindrücke“reise sehr zufrieden
–
darf ich noch erwähnen, daß d. Lounge in unserm Hôtel geheizt ist – die Badezim-
mer natürlich auch. Und das am
– (Datum s. o.).
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Abb. 38 : Edinburgh.
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Erica Tietze-Conrat
Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Entnommena aus FWF-E-Book-Library
- Title
- Erica Tietze-Conrat
- Subtitle
- Tagebücher
- Volume
- II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
- Editor
- Alexandra Caruso
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79545-2
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 346
- Category
- Biographien