Page - 253 - in Erica Tietze-Conrat - Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Image of the Page - 253 -
Text of the Page - 253 -
253
Tagebuch 1938/1
Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Wiener Universität angetreten hatte und während der
NS-Zeit innehatte.
Jane Austen (1775–1817), Pride and Prejudices, Roman, 1813.
In der NS-Zeit wurde nur die erste Strophe des Deutschlandlieds (1841, Hoffmann von
Fallersleben [1798–1874]), meist gefolgt vom Horst-Wessel-Lied (ab 1940 zwingend)
– als
Hymne des NS-Staates
–, gesungen. Das Singen (Summen) des Horst-Wessel-Liedes ist in
Deutschland und Österreich heute verboten (Christoph Drösser, Lied der Deutschen).
Walfischgasse – Wohnadresse von Ida Conrat. ETC hatte dort ihr Mittagessen eingenom-
men, als sie noch in der nahe gelegenen Albertina tätig war.
„Portier ist gegen d. Regime“ – die oppositionelle Einstellung konnte sowohl von links
als auch von nationalsozialistischer Seite herrühren und richtete sich gegen das autoritäre
ständestaatliche Regime in Österreich („Austrofaschismus“) von 1933–März 1938.
Sherlock Holmes
– Die graue Dame, Regie Erich Engels (1889–1971), Deutschland 1937.
Bürgermeister von London – Sir Frank Henry Bowater (1866–1947) war Lord Mayor of
London von 1938–1939.
Wels und Attnang-Puchheim sind kleinere Städte im Bundesland Oberösterreich, an der
Bahnstrecke Wien – Salzburg gelegen.
2 „Brief an d. Großmama zurückadressiert“ – um den Kontakt untereinander aufrechtzuer-
halten, wurde die Korrespondenz innerfamiliär entweder gemeinsam gelesen oder weiter-
gereicht.
3 Wagen der Linke-Hofmann-Busch AG, bei dem auch die Bänke der 3. Klasse mit Polstern
ausgestattet waren.
„Polen u. andre Völker mit tschechischen Pässen“ – vermutlich sind damit die „kosmopoli-
tischen Juden“ gemeint.
„Qui s’excuse“ – franz. ‚Wer sich ohne Anklage verteidigt …‘
Gustl (Gustav Furtmüller), der Freund und spätere Ehemann von Tochter Burgl, war für
die im Austrofaschismus verbotene Kommunistische Partei tätig.
„Gruppe, die Meder für Bassano hielt“ – siehe dazu TB 1937/1, 19.4.
„Another problem offered by Giorgione’s decorative paintings is that of the now vanished
allegories in the Palazzo Loredan-Vendramin-Calergi in Venice. One of the figures The Di-
ligenza has been etched by Zanetti in his corpus of the Venetian frescoes. […] Dr. [George
Martin] Richter, who pleads for Giorgione, states justly that the fresco probably was already
very much ruined in Zanetti’s time and that the copyist probably put something of his own
style into his reproduction. This is confirmed by a document certainly a century older than
Zanetti’s etching, a red chalk drawing in the University Library in Salzburg, Austria (no.
355), belonging to a group of copies made in the middle of the seventeenth century and
all belonging to the same collection. The figure of the drawing is much more slender and
back to the
book Erica Tietze-Conrat - Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)"
Erica Tietze-Conrat
Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Entnommena aus FWF-E-Book-Library
- Title
- Erica Tietze-Conrat
- Subtitle
- Tagebücher
- Volume
- II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
- Editor
- Alexandra Caruso
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79545-2
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 346
- Category
- Biographien