Page - 257 - in Erica Tietze-Conrat - Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Image of the Page - 257 -
Text of the Page - 257 -
257
Tagebuch 1938/1
„Lionello“ – Kunsthistoriker Lionello Venturi.
14 Hans Huths Ehefrau war die Fotografin und Malerin Martha Huth, heute vor allem be-
kannt für ihre Interieuraufnahmen von Sammlerwohnungen.
Café Capoulade am Boulevard Saint-Michel, Paris.
„Die Albertina gewährt uns weiter ihre Gastfreundschaft“ – eine Bemerkung, die wohl iro-
nisch aufgefasst werden muss, da ein regelmäßiges Einkommen über die Albertina bereits
weggefallen war und Geschenke, wie eine Ziehharmonika für Gustl, daher als unnötiger
Luxus zu betrachten waren.
Exposition internationale du surréalisme, Jänner–Februar 1938, in der Galerie des Beaux-
Arts.
„Der Hauptraum der Ausstellung war als eine Art Grotte ausgebildet. Zwar hingen an
den Wänden Gemälde und Fotos, doch bestimmten ganz andere Ausstellungselemente das
Ambiente In einer Ecke standen zwischen allerlei Gebüsch und an einem kleinen Tümpel
zwei kostbar bezogene Betten, der Boden war hoch mit welkem Laub bedeckt, ein Kohle-
ofen erhellte die Szene mäßig, surrealistische Objekte verstellten den Weg, von der Decke
hingen Unmengen von Kohlesäcken (gefüllt jedoch mit Zeitungspapier).“ (Schneede 2006,
209 ; Westheim 1938.)
In einer E-Mail vom 30.6.2011 erwähnte Tamara Loitfellner gegenüber der Herausgeberin,
dass sich „Lilly [Steiner] mit ihrer Tochter [Eva Benesch] sehr früh zerstritten hat und sich
die beiden bis zum Tod Lillys nicht mehr versöhnt haben“.
Zur Ehefrau von Kars und deren Plänen, nach Prag zu übersiedeln, konnte nichts wei-
ter ausfindig gemacht werden. Einzig auf der Homepage des Hecht Museum in Israel
findet sich der Hinweis auf ein tragisches Ende von Kars’ Familie in der Tschechoslowakei
„Even though Kars himself was saved, upon hearing about the dreadful fate of his family
in Czechoslovakia he committed suicide on February 5, 1945.“ (Georg Kars, Hecht Mu-
seum.)
15 Marcelle Maurette (1903–1972), Madame Capet, Drama, 1937.
Theater Montparnasse, 1937, Regie Gaston Baty, dessen Ehefrau Marguerite Jamois
(1901–1964) in der Rolle der Marie Antoinette.
Musée de l’Orangerie im Jardin des Tuileries, Paris.
Walter Gay, siehe TB 1938/1, 26.1.
Tizian, männliches Bildnis, um 1520, Louvre, Paris (Tietze 1936b, Abb. 50).
Tizian, Der Mann mit dem Handschuh, um 1520, Louvre, Paris (Tietze 1936b, Abb. 48,
49).
August Liebmann Mayer, von 1909–1931 Kustos an der Münchner Pinakothek, trat 1931
von seinem Amt am Museum sowie von seiner Lehrstelle an der Universität München
zurück, nachdem ihm aufgrund der zahlreichen von ihm für den Kunsthandel angefer-
tigten Expertisen Korruption sowie Fehlzuschreibungen vorgeworfen worden waren. „Die
back to the
book Erica Tietze-Conrat - Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)"
Erica Tietze-Conrat
Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Entnommena aus FWF-E-Book-Library
- Title
- Erica Tietze-Conrat
- Subtitle
- Tagebücher
- Volume
- II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
- Editor
- Alexandra Caruso
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79545-2
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 346
- Category
- Biographien