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Tagebuch 1938/1
d’être une épopée pompeuse (l’un des personnages du film n’aime pas ce chant guerrier, il
lui trouve ,quelque chose de grandiloquent‘ ce que justement le film de Renoir n’est pas), La
Marseillaise apparaît comme une peinture toute en finesse d’une époque pourtant propice
aux idées toutes faites.“ (Esnault 1989.)
37 Zur Publikation von Anderls Aufzeichnungen jener Anatolien-Reisen, die er im Laufe
einiger Monate der Jahre 1936 und 1937 gemeinsam mit Robert Anhegger und zwei
Freundinnen unternommen hatte, kam es vor dem Krieg nicht mehr. Erstmals zog Erik-Jan
Zürcher 2002 die Reisenotizen heran (Zürcher 2002 ; längere Passagen wurden 2011 von
Michael Egger veröffentlicht [Egger 2011]).
38 In Wien hatte Josef Floch seit 1919 der Künstlervereinigung Hagenbund angehört. Von
den Hagenbund-Mitgliedern waren neben Georg Merkel und Fritz Schwarz-Waldegg
(1889–1942, KZ Maly Trostinez) doch noch einige Mitglieder mehr von der Verfolgung
durch die Nationalsozialisten betroffen. Floch, Ehrlich und Tischler befanden sich bereits
im Ausland (Natter 1993b, 26).
Erinnerungen der ehemaligen Sekretärin des Hagenbunds an die Zeit um den „Anschluss“
im März 1938 „Trotz der drohenden Gefahr ging das Leben im Hagenbund ungestört weiter.
Eine meiner schönsten Erinnerungen ist das erste und letzte Gschnasfest im Fasching 1938.
[…] Gegen Ende Februar [sic !] mußte ich […] alle nicht arischen Mitglieder über den Verlust
ihrer Mitgliedschaft verständigen, somit war der Hagenbund ,rassenrein‘.“ (Frank 1993, 70.)
Dr. An[n]y Levy-Gutmann – siehe TB 1937/1, 29.4.
39 1938 stellte Viktor Tischler in Paris in der Galerie Jeanne Castel aus.
40 Francis Henry Taylor war von 1931–1940 Direktor des Worcester Art Museum in Massa-
chusetts. Anschließend wurde er langjähriger Direktor des Metropolitan Museum of Art,
New York.
Vermutlich war Marie Kalat eine US-Amerikanerin, die bei HT in Wien studiert hatte.
„Wir haben heute ein weiteres Argument dafür vorzubringen, daß sie mit dem Hieronymus-
holzschnitt steht und fällt die schöne Baumstudie […], die gegensinnig in dem Hierony-
musholzschnitt verwendet wurde, hat, wie Miss Marie Kalat anläßlich einer Seminarübung
an der Wiener Universität beobachtete, ein anderes Detail […] gleichfalls gegensinnig für
die Landschaft mit der Melkerin geliefert.“ (Tietze/Tietze-Conrat 1938b, 57 ; Marie Hue-
ber, RootsWeb.)
„Hans ging dann zu d. Amerikanern“ – HT war wieder in Sachen eines Stipendiums für
Sohn Anderl unterwegs. Andreas Tietze blieb jedoch bis 1958, als er einen Ruf an die Uni-
versity of California erhielt, in der Türkei. Nach Österreich kehrte er erst nach mehr als 35
Jahren mit dem Angebot einer Lehrkanzel für Turkologie an der Universität Wien zurück.
Zu Andreas Tietzes wissenschaftlichem Werdegang siehe Egger 2012.
41 Gribouille (Der fünfte Geschworene), Regie Marc Allégret, Frankreich 1937 ; Michèle
Morgan (geb. 1920) debutierte in diesem Film.
Liesbeth Askonas
– „She was born into a loving, cultured Jewish family in Vienna ; her mo-
ther was a gifted pianist, her father an amateur singer. Many of Vienna’s cultural élite were
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Erica Tietze-Conrat
Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Entnommena aus FWF-E-Book-Library
- Title
- Erica Tietze-Conrat
- Subtitle
- Tagebücher
- Volume
- II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
- Editor
- Alexandra Caruso
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79545-2
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 346
- Category
- Biographien