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Erica Tietze-Conrat - Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
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277 Tagebuch 1938/1 ran into difficulties with the registration of the name Bimini, so Fritz chose a new name based on another German poem, this time ORPLID by E. Morike [Eduard Mörike].“ (Glass Museum On Line, Bimini and Orplid Glass.) Laut Hall soll in Lampls Fabrik in England auch der Publizist und ehemalige Leiter des Siedlungsamtes der Stadt Wien, Max Ermers, tätig gewesen sein. Ermers kehrte 1948 nach Wien zurück, wo er 1950 verstarb (Hall 1985, 161 ; zu Ermers siehe TB 1923, 17.11). Zu Bimini siehe TB 1923, 29.12. Bettina Ehrlich war es gelungen, die Werke ihres Mannes, der Wien bereits 1937 verlas- sen hatte, unter Preisgabe sämtlicher eigener Arbeiten nach dem Einmarsch der deutschen Truppen außer Landes zu bringen (Hoerschelmann 1997 ; sowie Auskunft von Bernd Kreu- ter (†), Juni 2010, Gespräch mit der Herausgeberin). 86 In Wien hatte Felix Tietze neben seiner kinderärztlichen Privatpraxis bis zu seiner Entlas- sung unmittelbar nach dem „Anschluss“ im Rahmen der sogenannten „Volkspatenschaft“ das Zentrum für Kinderwohlfahrt geleitet. Aus Furcht vor fachlicher Konkurrenz war es nur einer eingeschränkten Auswahl an emig- rierten Ärzten möglich, die zweijährige Schulung zur Nostrifizierung ihrer Diplome über- haupt anzutreten. Felix Tietze erhielt im Juli 1941 seine ärztliche Zulassung für England. Da Tietze im Jahr 1932 Delegierter bei der „International Federation of Eugenic Organi- zations“ (IFEO) gewesen war und ausgiebig zu Fragen der Eugenik publiziert hatte, leistete auch das englische „Bureau of Human Heredity“ des „British National Human Heredity Council“ Hilfe bei seinen Einwanderungsbemühungen. Bereits im Jänner 1939 hielt Felix Tietze in der „Royal Society“ einen Vortrag zum Thema „Eugenic Measures and the Third Reich“. Er, seine Frau Hertha und Tochter Margarethe verblieben auch nach dem Krieg in England. Hanki Tietze emigrierte weiter nach Australien (Bodleian Library, Special Coll- ections, MS. SPSL 413/2, fol. 27, 74). 87 Bianchi Bandinelli „fu professore incaricato di archeologia e storia dell’arte greca e romana a Cagliari (1929/30) ; professore straordinario della stessa materia a Groninga, Olanda (1930/31) ; ordinario all’università di Pisa (1934–38). Nel 1938 rifiutò la direzione della Scuola archeologica italiana di Atene, resasi disponibile dopo l’allontanamento, in seguito alle leggi razziali, di A. Della Seta […]. Passò quindi all’università di Firenze (1939–43) dalla quale si dimise durante la Repubblica di Salò […] ; arrestato come ostaggio dai fascisti, chiese nel 1944 l’iscrizione al Partito comunista italiano […].“ (Baldassarre 1988.) Die Zeitschrift „La Critica d’Arte“ war 1935 von C. L. Ragghianti und R. Bianchi Ban- dinelli gegründet worden und bei Sassoni in Florenz „unter großen Schwierigkeiten und Verzögerungen“ bis 1942 erschienen (Baldassarre 1988). In der Tietze’schen Bibliografie von Otto und Hilde Kurz wird ein Beitrag HTs in dieser Zeitschrift allerdings mit einer wohl falschen Jahresangabe (1950) genannt (Tietze 1951). Bandinelli fiel es zu, gemeinsam mit dem Leiter des Kunsthistorischen Instituts in Florenz, Friedrich Kriegbaum, Hitler sowie alle anwesenden NS-Größen bei deren Besuch in Flo- renz am 9.5.1938 durch die Sammlungen des Palazzo Pitti zu führen (Kunsthistorisches Institut Florenz, Geschichte des Instituts).
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Erica Tietze-Conrat Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Entnommena aus FWF-E-Book-Library
Title
Erica Tietze-Conrat
Subtitle
Tagebücher
Volume
II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Editor
Alexandra Caruso
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-79545-2
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
346
Category
Biographien
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