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Tagebuch 1938/1
„Daß AD [Albrecht Dürer] sein ‚Ding‘ gekannt haben muß“
– die Bedeutung dieser Stelle
konnte nicht geklärt werden, vermutlich wird aber auf den Einfluss angespielt, den u. a.
Mantegna-Kupferstiche auf Dürer ausgeübt haben (vgl. dazu z. B. Tietze/Tietze-Conrat
1928, Tietze-Conrat 1956b).
„Charles Loeser died in New York in 1928. In the will drawn up two years earlier he had
ordained that on his death the entire collection of ancient prints and drawings should be
donated to the Fogg Art Museum of the University of Harvard, that the President of the
United States could choose eight of his Cézannes ,to adorn the White House‘, and that
the selection of over thirty works of art and period furnishings indicated by him should be
bequeathed to the City Council of his adoptive city and displayed in Palazzo Vecchio as
the ,Loeser Bequest‘.“ (Museo di Palazzo Vecchio, The Loeser Bequest.)
107 „Die von Zocchi als Tizian publiz[ierte] Z[eichnung] (Arte 1935)“ – konnte nicht eruiert
werden.
Pinacoteca Nazionale di Siena, seit 1932 im Palazzo Buonsignori, Siena.
108 Richard Offner war als Kind mit seiner Familie in die USA ausgewandert, sein erheblich
jüngerer Bruder Mortimer bereits amerikanisch sozialisiert.
Offners langjährige wissenschaftliche Mitarbeiterin war die deutsche Kunsthistorikerin
Klara Steinweg (und nicht „Steinbeck“, wie ETC irrtümlich vermerkt). Seit 1929 hatte
sie Offner bei der Erstellung seines „Corpus of Florentine Painting“ unterstützt. Während
des Kriegs kehrte Steinweg nach Deutschland zurück, um nach 1945 die Arbeit an diesem
monumentalen Werk gemeinsam mit Offner wieder aufzugreifen und auch nach dessen
Tod 1965 fortzusetzen (Hueck 1973).
„Asta“
– wahrscheinlich war der in Venedig ansässige Kunsthändler und Sammler Ferruc-
cio Asta gemeint.
Der Besuch fand in Alessandro Contini-Bonacossis Villa Victoria statt. Sohn und Va-
ter gehörten der faschistischen Bewegung an. 1939 wurde Contini italienischer Senator.
Möglicherweise trieb er, vermittelt durch Gottlieb F. Reber (siehe TB 1937/1, 22.4.) –
Schwiegervater des ebenfalls anwesenden Georg Pudelko –, bereits zu diesem Zeitpunkt
Handel mit prominenten Nationalsozialisten. „Contini-Bonacossi was introduced to An-
dreas Hofer (in charge of Göring’s collection) by Gottlieb F. Reber who had known Con-
tini-Bonacossi befor the war.“ (Count Alessandro Contini-Bonacossi, Commission for
Looted Art in Europe.) Ab 1939 war der Kunsthändler Walter Andreas Hofer (1893– ?)
ausschließlich mit der Sammlung Hermann Görings (1893–1946) beschäftigt (Walter
Andreas Hofer, mur.at, Initiative Netzkultur). Die Kunsthistoriker Roberto Longhi und
Wilhelm Suida waren ebenfalls künstlerische Berater Continis.
Zur Holzschnittfolge von Albrecht Dürer siehe Tietze/Tietze-Conrat 1937a, 323.
Der Maler Pinturicchio hatte u. a. den jungen Raffael bei seinem Auftrag für die Freskie-
rung der Libreria Piccolomini im Dom von Siena hinzugezogen.
109 „Der Mann“ – zu John Shapley siehe TB 1938/1, 6.4.
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Erica Tietze-Conrat
Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Entnommena aus FWF-E-Book-Library
- Title
- Erica Tietze-Conrat
- Subtitle
- Tagebücher
- Volume
- II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
- Editor
- Alexandra Caruso
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79545-2
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 346
- Category
- Biographien