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Tagebuch 1938/2
besetzten Österreich über die Alpen per Ski genommen. Über Paris ging es weiter nach
England, wo sie sich niederließ und die bis heute bestehende Künstleragentur Askonas
Holt Ltd. gründete. „At the Anschluss she famously skied out of Austria to freedom as the
German army crossed the border. She made her way first to Paris and then to England […].
Lies Askonas was one of London’s foremost and most formidable artists’ managers for over
thirty years.“ (Rattray unveröff.)
In Wien war ihr Vater Rudolf Teilhaber der Firma Askonas & Heller Handschuhfabrik
gewesen (ÖStA, AdR, BMF, 06, VVSt, VA 18818, Askonas Rudolf und VA 18848, Johanna
Askonas). Aus dem Traum einer abgelegenen Insel ist für den wohlhabenden Industriellen
nichts geworden. Er war für die englische Dependance des Textilunternehmens (Hellasco
& Associated Companies) tätig und verstarb bereits 1947. Rudolf und Johanna Askonas
wurden in England beerdigt (Gravestone Photographic Resource, An international direc-
tory of grave monuments ; zu Liesbeth Askonas siehe auch 1938/1, erster Eintrag „Basel“,
25.2.).
Ausstellung – „Les Arts de l’Iran, de l’ancienne Perse et Bagdad“, Bibliothèque nationale,
Paris 1938.
In einer Postkarte an ihren Sohn Anderl bestätigte ETC am 1.9. den Erhalt des „Grants“
von der SPSL für 7 Monate „nicht sehr viel, aber doch so, dass wir ohne fremde Unterstuet-
zung u. ohne von Amerika einen Vorschuss zu nehmen auskommen koennen. Wir werden
die meiste Zeit in Italien zubringen, wohl in Florenz, wo wir am besten arbeiten koennen.“
(Postkarte vom 1.9.1938 an „Bay André“ Istanbul, Privatarchiv Filiz Tietze.) Doch bereits
wenige Tage später, am 6.9.1938, sollte HT die SPSL über die Gründe ihrer Abreise aus
Italien informieren „There is a mutual treaty concerning emigrants between Germany and
Italy, we are afraid, the latter could hand us over to the Gestapo.“ (Bodleian Library, Special
Collections, MS. SPSL 193/53, Hans Tietze, HT an SLPS, 6.9.1938, fol. 311.) Im Oktober
1938 wurden in Italien Rassengesetze eingeführt.
Jury Beckman – konnte nicht eruiert werden.
32 Lilly Steiner, Composition baroque, 1938, 1948 von der Künstlerin der Österreichischen
Galerie Belvedere gewidmet.
Zu Mathey siehe TB 1938/1, 26.2.
Der Name Hutter konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
Trude Tietze hatte als Letzte der engeren Familie Wien verlassen. Sie kam vorübergehend
bei Mimi Flochs Eltern und deren Bruder in Dornach in der Schweiz unter.
33 „Fernand MERCIER (1884–1944), ancien professeur d’allemand, ancien conservateur au Mu-
sée des Beaux-arts de Dijon, a été nommé conservateur au Musée de Besançon en 1933 et
a exercé cette fonction jusqu’à sa mort survenue le 7 septembre 1944. Par ailleurs, vers 1940
Maurice ALLEMAND est nommé conservateur-adjoint et exercera cette fonction jusqu’au
début de 1942.“ (Auskunft von Ghislaine Courtet, Musée des Beaux-Arts et d’Archéologie
Besançon, in einem Schreiben an die Herausgeberin vom 29.12.2010.)
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Erica Tietze-Conrat
Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Entnommena aus FWF-E-Book-Library
- Title
- Erica Tietze-Conrat
- Subtitle
- Tagebücher
- Volume
- II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
- Editor
- Alexandra Caruso
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79545-2
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 346
- Category
- Biographien