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Tagebuch 1938/2
ETCs Kollegin gewesen (Eva Benesch, in Wendland 1999a, 32 ; zu Otto und Eva Benesch
siehe TB 1938/1, 21.3.).
Zu Robert Kohl „Im September 1938 emigrierte der Künstler nach Paris. Drei große Kis-
ten mit Ölbildern, Aquarellen und Zeichnungen […] gingen bei Ausbruch des Krieges
verloren. Nach der Besetzung von Paris durch die deutsche Wehrmacht wurde Robert Kohl
bei einer Razzia in einem Café festgenommen, in einer Sportanlage bei Finistèrre interniert,
und dann nach Auschwitz überstellt, von wo er nicht zurückkehrte.“ (Bisanz 1980, 121.)
Die Schwestern Friederike Hohenberg und Hilda Lampl hatten gemeinsam in der Wiener
Innenstadt den Modesalon „Schwestern Berger“ geführt, seinerzeit ein beliebter Künstler-
und Literatentreff (siehe dazu TB 1925, 15.9.). Fritzi Hohenberg war mit dem Ingenieur
und Dichter Paul Hohenberg (1885–1956) verheiratet und hatte zwei Töchter, von denen
Claudia (verh. Yatsevitch, geb. 1927) die jüngere war.
49 Vicentinos „Schlacht von Lepanto“ ersetzte Tintorettos durch das Feuer von 1577 zerstörte
Wandgemälde im Dogenpalast.
50 Therese Kurzweil, die seit Stoffels Geburt im Haus gearbeitet und sich von klein auf um
alle Tietze-Kinder gekümmert hatte, litt zweifelsohne unter den Umständen. Während die
Familie in alle Winde verstreut war, stattete die Gestapo dem Haus in der Armbrustergasse
mehrere Besuche ab (Feichtinger 2001a, Anm. 1, 398).
Gemeint ist Baron Felix von Oppenheimer (siehe TB 1923/2.7.).
Sowohl Felix Oppenheimer als auch Architekt Otto Breuer hatten sich im Zusammenhang
mit der Errichtung der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich 1938 das Leben
genommen. Julius von Schlosser wurde von den Nationalsozialisten nicht verfolgt und starb
eines natürlichen Todes.
René Lefèvre, Les musiciens du ciel, Roman, Frankreich 1938.
51 Tietzes verbrachten die letzten Monate vor ihrer Überfahrt in die USA im April 1939 in
England.
„Von Hadeln Bellini gegeben“ – offenbar später von Tietzes Lorenzo Lotto zugeschrieben
(vgl. Tietze/Tietze-Conrat 1944, Nr. A 773, 186).
„Hausangelegenheit“ – siehe TB 1938/2, Eintrag „Letzter Mai“.
Dabei handelte es sich um die Pension, die HT als ehemaliger Beamter des Unterrichtsmi-
nisteriums zustand ; Vgl. dazu TB 1925, 1.12.
52 „Der Novemberscheck, den ich möglichst bald Steiner in die Hände abspielen möchte“ –
vermutlich handelte es sich um ein Honorar, mit dem eine Schuld eventuell an Hugo Stei-
ner rückerstattet werden sollte.
Duvet
– Aufsatz von ETC „Un dessin de Jean Duvet“, in Gazette des Beaux-
Arts, sér. 6, vol. 20, 1938, 127–128.
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Erica Tietze-Conrat
Tagebücher, Volume II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Entnommena aus FWF-E-Book-Library
- Title
- Erica Tietze-Conrat
- Subtitle
- Tagebücher
- Volume
- II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
- Editor
- Alexandra Caruso
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79545-2
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 346
- Category
- Biographien