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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 ist, dass die Landnutzungsänderungen die Hochwasserabflüsse des Inns nur geringfügig beeinflussen. Bei einemHQ100beträgt dieReduktion4,4%. Insge- samt ist die Wirkung also sehr klein. Eine realistischere Aufforstung von 10.000hawürdedieWirkungaufweniger als 0,5%reduzieren. 10.4 MöglichkeitendesHochwasserrisikomanagements Der Umgang mit Hochwässern erfuhr in den letzten Jahren eineWeiterent- wicklungvoneinerBetrachtungeinzelnerSchutzbauwerkeaufeinegedankliche Fassung als Kreislauf des Hochwasserrisikomanagements (Abbildung05; Blöschl et al., 2015).Zudessen Instrumentenzählen: – Hochwasservorsorge (Gefahrenzonenplanung, überregionales Zusammen- wirkenvonHochwässern,Restrisiko) – Hochwasserschutz (Flächenrückhalt, lineareSchutzmaßnahmen, v. a.Hoch- wasserschutzdämme,Hochwasserretention) – Bewusstseinsbildung(Bürgerbeteiligung,ÖffentlichkeitsarbeitundBildung) – Vorbereitung (Hochwasserwarnung,Katastrophenschutzpläne) – Nachsorge (BeurteilungvonHochwasserschäden,Ereignisdokumentation) ZumBeispiel schließtdieGefahrenzonenplanungein,Hochwasserrisikogebiete als Bauland in der Raumplanung zu vermeiden. Die Schaffung von Retenti- onsräumenfürdenWasserrückhalt (Hochwasserretention) istausderSichtdes Hochwasserrisikomanagements immer zu begrüßen, da dies einen positiven EinflussauchaufdieUnterliegerhat.FürkleineFlüsse, andenendierelevanten Hochwässermeist kurz sind, sindRetentionsbecken inderRegel eineguteLö- sung. Für großeFlüsse, andenendieHochwässer längerdauern, ist dasHoch- wasservolumengroß.DementsprechendistderFlächenbedarfsehrgroß,dadas AusmaßderAbflussreduktiondurchdasVerhältnis vonRückhaltevolumenzu Hochwasservolumen bestimmtwird. In besiedeltenGebieten ist es schwierig, genügend Flächen für einen effektivenHochwasserschutz von Flüssenwie die Donau bereitzustellen. Die Hauptproblematik ist dabei, dass die lokalen An- rainerEinschränkungen inKaufnehmenmüssen,währendUnterlieger vonder Maßnahmeprofitieren.Der technischeHochwasserschutzdurchSchutzdämme oder mobile Systeme bleibt daher das Rückgrat der Maßnahmen an großen Flüssen,wobeizumAusgleichdesVerlustesderRückhaltewirkungdesVorlands Rückhaltemaßnahmenvorgesehenwerden. Zunehmend ist auch zu berücksichtigen, dass Extremhochwässer auftreten können,diedeutlichgrößersindalsallebisherbeobachtetenEreignissebzw.die Bemessungsereignisse. Man spricht dabei vom Restrisiko. Es gilt also, die Konsequenzen eines derartigen Ereignisses zu untersuchen. In diesemÜber- Hochwasser240 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Title
ExtremA 2019
Subtitle
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Authors
Thomas Glade
Martin Mergili
Editor
Katrin Sattler
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Date
2020
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
778
Category
Geographie, Land und Leute
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