Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geographie, Land und Leute
ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Page - 297 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 297 - in ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich

Image of the Page - 297 -

Image of the Page - 297 - in ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich

Text of the Page - 297 -

© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 angrenzenden Einhängen eine bedeutende Folgeerscheinung dieses Prozess- musters.Diemögliche Intensität derUfer- undSeitenerosion ist auchvonden lokalenGegebenheiten(FormdesGewässerlaufs,Lockermaterialeigenschaften, Bewuchs,VerbauungsgradundSteilheit der Böschungen/Ufer) abhängig.Dar- überhinauskanndiesesProzessmusterdurchdasAuftretenderbeidenanderen Prozessmuster initiiert bzw. verstärkt werden. Das gilt insbesondere für Ge- wässerstreckenmit hartenUferverbauungen,wobei extremenEreignissen ein VersagenderVerbauungenundstarkeGerinneaufweitungenbeobachtetwurden (BMLFUW,2009). 12.4 AusgewählteBeispiele extremer fluviatiler Feststoffereignisse 12.4.1 Übersicht Die imFolgenden dargestellten Fallbeispiele stellen aus Sicht der Autoren ex- treme fluviatile Feststofftransportereignisse dar. Diese Einschätzung basiert vorwiegendaufdemjeweiligenProzesscharakter imVergleichzurKapazitätder bestehenden Gewässer und der vorhandenen Schutzsysteme. Verursachte Schäden, unmittelbare Bewältigungsstragien, etc. werden thematisiert, stehen beiderZuordnungzumBegriff»extrem«jedochnicht imVordergrund.Beider EinschätzungspieltdieEreignisspitzenichtzwangsläufigdiemaßgebendeRolle. In Kombination mit Folgeprozessen sind auch der zeitliche Verlauf des Ge- schiebetransportsunddie ereignisspezifischenSedimentfrachten relevant. 12.4.2 AlpinerWildbach–Schnannerbach(Stanzertal, Tirol) Der Schnannerbach ist ein orographisch linker Zubringer der Rosanna und entwässerteine6,3km2großeFläche.DasnachSüdenexponierteEinzugsgebiet erstreckt sich von der Mündung bei 1.120m ü.A. bis auf 2.889m ü.A. Die Bachlänge beträgt ca. 3,5km,wobei imOberlauf zahlreiche Seitengräbenund Erosionsrunseneinmünden.MächtigeSchuttkegel imSammelgebiet stellendie Hauptgeschiebeherdedar. FeilenartigeAnbrüche lieferndort sehr großeMen- gen von relativ feinkörnigem Verwitterungsmaterial (Kalkschutt) in das Hauptgerinne. Zusätzlich werden die Schutthalden durch Seitenerosion des Schnannerbachesunterschnitten(BMLFUWetal.,2006).ImMittellauffließtder Schnannerbach großteils auf dem Grundgestein ab. Eine 200m lange Schluchtstrecke leitet zum besiedelten Schwemmkegel im Ortsteil Schnann AusgewählteBeispiele extremer fluviatiler Feststoffereignisse 297 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
back to the  book ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich"
ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Title
ExtremA 2019
Subtitle
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Authors
Thomas Glade
Martin Mergili
Editor
Katrin Sattler
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Date
2020
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
778
Category
Geographie, Land und Leute
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
ExtremA 2019