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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 jährlichen Bodenabtrags bei der Verwendung vonMulch oder Direktsaat im Vergleich zu konservativenAnbaumethoden von 39 auf 0,5–4 t ha–1 Jahr–1 be- ziehungsweise von 6 auf< 1 t ha–1 Jahr–1für verschiedene Regionen des Al- penvorlands inNiederösterreich.ÄhnlicheWerte (Reduzierungvon4–72 tha–1 Jahr–1auf0,1–46 tha–1 Jahr–1) findensichbeiPollhammer(1997) fürGebiete in der Steiermark. Diese Ergebnisse sind sowohl einHinweis auf typische Ereig- nisgrößen als auchMinderungspotentiale durch angepasstes landwirtschaftli- chesManagement. Extremereignisse liegen in ihremAusmaßwesentlich über diesenWertenundkönneneinVielfachesvondendurchschnittlichenjährlichen Bodenabträgen ausmachen. Sowurde der von Pollhammer (1997) gemessene jährliche Bodenabtrag von 72 t ha–1 imWesentlichen durch ein einzelnes Er- eignis mit 55 t ha–1 bei 64mm Gesamtniederschlag verursacht. Strauss und Klaghofer (2004) konnten für einNiederschlagsereignis von 115mmauf fünf Tage verteilt (ca. 23mmTag–1) einenmaximalenBodenabtrag von ca. 226m–3 ha–1(beziehungsweise345 tha–1)aufzeichnen.DasNiederschlagsereignis,daszu diesemBodenabtragführte,lagmitseinerWiederkehrwahrscheinlichkeitnurin einemBereich von5bis 10 Jahren.Dieses Beispiel zeigt, dass die Betrachtung von extremen Niederschlagsereignissen alleine nicht ausreicht, um extreme Bodenabträge abzuschätzen.Die vonMabit et al. (2009) imBezirkMistelbach gemessenen Bodenabträge konventionell bewirtschafteter Flächen zeigen ebenfallsextremeEinzelereignissederBodenerosioninderGrößenordnungvon >300 tha–1. GleichzeitigwirdausdenDatenderAutorenklar, dassdieGröße solcherEinzelereignissedieDurchschnitte derBodenabträge sehr starkbeein- flussen. 14.3.3 Grünland-undAlmwirtschaft imalpinenRaum Bodenerosion imGründland der Alpen ist, anders als beim Ackerbau, meist direkt an jahreszeitlich-meteorologische Bedingungen geknüpft und weniger abhängigvonder jahreszeitlichenVariabilitätderBodenbedeckung.Besonders Bodenerosion durch Schneegleiten kannbeachtliche, wenngleich stark variie- rende Erosionsraten von 0,03 bis 22,9 t ha–1 Jahr–1 (Meusburger et al., 2014), beziehungsweise etwa 4 t ha–1 Jahr–1 (durch Vieh vorgeschädigtes Grünland; FelixundJohannes,1995)verursachen.ExtremereEreignissederBodenerosion sindbisher fürGrünland-undAlmwirtschaft indenAlpennochnichtbekannt. Alewell et al. (2015) verbinden den tolerierbaren Bodenverlust in alpinem Grünlandmit derReproduktionsrate derdortigenBöden.Hierbei ist es nötig, die Böden standortspezifisch nach ihrer Reproduktionsrate zu klassifizieren unddieWertedemerrechneten, jährlichenAbtraggegenüberzustellen.Fürdas Urserental im schweizerKantonUri konntenAlewell et al. (2015)Reprodukti- TypischeundextremeBodenerosion 353 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Title
ExtremA 2019
Subtitle
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Authors
Thomas Glade
Martin Mergili
Editor
Katrin Sattler
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Date
2020
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
778
Category
Geographie, Land und Leute
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