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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 Gegenwärtig sind indieErhebungvonProzessinformationen imKonnexzu Extremereignissen inÖsterreich eine Vielzahl an Akteurinnen undAkteuren verschiedener Institutionen und Organisationen eingebunden, was die kom- plexe Organisationsstruktur auf Bundes- und Landesebene inÖsterreich wi- derspiegelt. Ferner sind auch eine Reihe wissenschaftlicher Institutionenund Privatunternehmendaranbeteiligt.Daeskeineflächendeckendesystematische, auf Standards basierende Prozessdokumentationsmethodik gibt, wird jedes Ereignis individuell nachdenvorherrschendenKriteriender jeweils involvier- ten Institutionen oderOrganisationen aufgenommen.Dies erschwert dieVer- gleichbarkeit der gesamthaft gesammelten Prozessdaten und deren Zusam- menführung in einerbundesweitengemeinsamendigitalenProzessdatenbank. DennochwerdenseitensderGeologischenBundesanstalt seit Jahrzehnten,u. a. imRahmendesSchwerpunktprogrammesGEORIOS(GEORISikenOesterreich) die verfügbaren Prozessdaten gesammelt und in einer solchen bundesweiten zentralenProzessdatenbank zusammengeführt (Kociu et al., 2007;Tilch et al., 2011a),waseinenwennauchlückenhaftenÜberblickermöglicht(sieheAbb.03; beispielhaft fürVorarlberg). Gegenwärtig existieren allerdings nochviele Pro- zessinformationen in den Archiven verschiedenster Institutionen, seien es Universitäten,regionaleGeologischeDienste,MinisterienoderIngenieurbüros, die zukünftig noch in die zentrale Prozessdatenbank eingearbeitet werden müssen. Der darin begründete lückenhafte Kenntnisstand erschwert eine Be- urteilung imhistorischenKontext sehr. 18.3 ÖsterreichischeFallbeispiele 18.3.1 RegionaleExtremereignisse In den vergangenen Jahrzehnten ereigneten sich inÖsterreich immer wieder regionale Extremereignisse, die durch zahlreiche Lockergesteinsrutschungen und/oderHangmuren gekennzeichnet waren. Diese gravitativen Extremereig- nisse wurden zumeist ursächlich durch regionalspezifisch extreme Nieder- schlagsereignissehervorgerufen. Hierbeihandelteessichentwederumlokalbisregionalbegrenztekonvektive Niederschlagsereignisse,diedurchenormeNiederschlagsintensitäten inkurzer Zeit gekennzeichnet waren, oder um regionale bis überregionale advektive Niederschlagsereignisse, die aufgrund der möglicherweise über Tage andau- erndenkontinuierlichenNiederschlägeenormeNiederschlagssummenhervor- gerufen hatten. Beispiele für gravitative Extremereignisse infolge konvektiver Niederschlagsereignisse sind jene vom Juli 2016 in Stanz im Mürztal und Pernegg an der Mur (beide Steiermark; Tilch et al., 2017), wo sich jeweils ÖsterreichischeFallbeispiele 469 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
Title
ExtremA 2019
Subtitle
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
Authors
Thomas Glade
Martin Mergili
Editor
Katrin Sattler
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Date
2020
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
778
Category
Geographie, Land und Leute
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