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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen
ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924
dieMöglichkeit der freienEinsicht und können Inhalte schriftlich beeinspru-
chen. AnschlieĂźend ĂĽberprĂĽft eine Kommission den Entwurf unter BerĂĽck-
sichtigung der Stellungnahmen. DieGenehmigung erfolgt durch denBundes-
minister fĂĽrLand-undForstwirtschaft,UmweltundWasserwirtschaft.
Die geltendenGefahrenzonenpläne liegen bei den Landesregierungen, den
Bezirksverwaltungsbehörden, denGemeinden sowie den zuständigenGebiets-
bauleitungenauf.DieGültigkeithängtvondenmöglichenVeränderungeninden
Einzugsgebietenab,Anpassungenerfolgenbspw.beiKenntnisneuerKatastro-
phenereignisse.
20.2.3 EntwicklungderLawinenwarnung
LawineninformationenwerdenindenAlpenländernetwaseitden50erJahredes
vergangenen Jahrhunderts erstellt. Unter dem damaligen Eindruck der Lawi-
nenkatastrophen in der Schweiz und inĂ–sterreich (1951 und 1954) richteten
sichWarnungenanfangsvornehmlichandengefährdetenSiedlungs-undVer-
kehrsbereich.ErstspäterwurdemitdemaufkommendenWintertourismusauch
der sogenannte »freie Schiraum« in die Beurteilung der Lawinengefahr mit-
einbezogen, wobei in den Lawinenlageberichten bis zumEnde der 90er Jahre
meist eine strikte Trennung zwischen dem zu sichernden und dem ungesi-
cherten alpinen Gelände erfolgte. Nach dem schwierigen Prozess der Verein-
heitlichung der Gefahrenstufen unter Zugrundelegung möglichst objektiver
lawinenrelevanter Parameter fĂĽr die Einstufung der Lawinengefahr wurde ein
zunehmend integrativer Warnansatz verfolgt: In Abhängigkeit von der
SchneedeckensituationwurdendieSchwerpunkte eheraufdas schitouristische
als auf das sicherungspflichtige Gelände gelegt, da der technische Lawinen-
schutzmitseinenVerbauungendieSchadlawinengefahrdeutlichreduzierte.Ein
weitererwichtigerFortschritterfolgteparallelmitdensichstetigentwickelnden,
verbessertenKommunikationsmöglichkeiten.
Seit den späten 90er Jahrenhabendie Lawinenwarndienste imAlpenbogen
begonnen, automatischemeteorologischeMessnetze aufzubauen.Mittlerweile
istdieAnzahldermeteorologischenStationensehrstarkangestiegen.Vor1999
zeigte sich ein anderes Bild. ZumBeispiel gab es inNiederösterreichundder
Steiermark keine automatischenWetterstationen, in Oberösterreichwaren es
zumindest vier.AufgrunddesLawinenunglĂĽcks inGaltĂĽr imFebruar 1999 in-
vestierten die LawinenwarndiensteĂ–sterreichs in denAusbaudesmeteorolo-
gischenStationsnetzes.Zielwares,die lokalenBedingungenbessererfassenzu
können. Die neu gewonnenen Daten mussten allerdings von den Benutzern
interpretiert werden, um Aussagen ĂĽber die Prozesse der Schneedeckenent-
wicklung (EntstehungvonSchwachschichten) tätigenzukönnen.
HistorischeEntwicklung 517
Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
- Title
- ExtremA 2019
- Subtitle
- Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
- Authors
- Thomas Glade
- Martin Mergili
- Editor
- Katrin Sattler
- Publisher
- Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
- Date
- 2020
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-7370-1092-4
- Size
- 15.5 x 23.2 cm
- Pages
- 778
- Category
- Geographie, Land und Leute