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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 der Erdbeben kritisch analysiert und interpretiert. Dies erfolgt in interdiszi- plinärerZusammenarbeit (LenhardtundHammerl, 2010). 23.2.2 Messtechnik Der Werdegang der Errichtung der seismischen Beobachtungsstationen in Österreich lässt sich bis 1895 bzw. sogar bis 1856 zurückverfolgen. Damals wurden Pendel zur Registrierung der Bodenbewegungen genützt, da es elek- tromagnetische Systeme zurmesstechnischen Erfassung von Bodenbewegun- gen noch nicht gab. DieMessung und Aufzeichnung erfolgtemit einem und demselbenGerät – dem Seismographen. Später wurden die beiden Einheiten voneinandergetrennt, sodassdieMessungenzwarnochanalogübereinPendel erfolgten (Seismometer), aber die Aufzeichnungen bereits auf einem eigenen Schreibererfolgten.DieseArtderAufzeichnungenwurdeletztlichEndeder80er Jahredes20. JahrhundertsdurchdigitaleRegistrierungenersetzt.Heuteverfügt derÖsterreichische Erdbebendienst über zwei Gruppen vonMessgeräten. Sie ermöglichen dieRegistrierung vonNah- undFernbebennach internationalen Standards (s. a.Melichar, 1989, Lenhardt et al., 2001). AnmehrerenOrten in Österreich sind auch Erdbebenmessstationen zur Aufzeichnung starker Bo- denbewegungen(»StrongMotion«) installiert. 23.2.3 Baunorm InÖsterreich regelte nach 1945 dieÖNORMB4000-3 »BerechnungundAus- führungderTragwerke–allgemeineGrundlagen–WindlastenundErdbeben- kräfte« in den drei Ausgaben 1955, 1956 und 1961 die Berücksichtigung der Erdbebeneinwirkungen.DreiJahrenachdemschwerenErdbebenimFriaul1976 wurde 1979 eine neueÖNORM B 4015-1 »Erdbebenkräfte an nicht schwin- gungsanfälligenBauwerken«herausgegeben(sieheoben).Einweiterergeplanter Teil (Teil 2,Berechnungsanleitung)wurdedamalsnicht fertiggestellt.Die inder Gefährdungskarte angeführten effektiven horizontalen Bodenbeschleuni- gungswerte bezogen sich auf das 100-jährliche Erdbeben und die Isolinien gleicherErdbebenbelastungaufdas200-jährlicheErdbeben. Die Einführung des EUROCODE 8, der die Bemessungswerte mit 10% Nichtüberschreitungswahrscheinlichkeit in 50 Jahren vorschreibt, erforderte einegrundlegendeÜberarbeitung, die am1.Oktober1997 ineinerneuenFas- sung der ÖNORM B 4015-1 mündete und sich auf einer Studie für die Staubeckenkommissiongründete (s. a. Lenhardt, 1995). ImAugust 1999 folgte dann zumerstenMal der 2.Teil derÖNORM, der sichmit denBerechnungs- Erdbeben592 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
Title
ExtremA 2019
Subtitle
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
Authors
Thomas Glade
Martin Mergili
Editor
Katrin Sattler
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Date
2020
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
778
Category
Geographie, Land und Leute
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