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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 standörtlichen sowie klimatischen kleinsträumig wechselndenGegebenheiten erreichtwerden. WodieFichteinhöherenLageninSchutzwälderndieHauptbaumartdarstellt, ist eine optimalePflege zurErzielungnachhaltig stabiler Beständenotwendig. DasbetrifftimAlpenraumvorallemdenSchutzderWurzelsystemeundStämme vorder Rotfäule (Heterobasidion annosum), welche das Risiko vonWindbrü- chen bzw.Windwürfen erhöht und somit Erosion im Schutzwaldbereich be- günstigt. ErforderlicheMaßnahmen sind hier vor allem Schutz vormechani- schenVerletzungen im Stammanlauf bzw.Wurzelbereich (Trittschäden durch Weidevieh, Verletzungen durchHolzernte, Forststraßenbau etc.) bzw. die An- wendung biotechnischerMaßnahmen durchApplikation bzw. Förderung von antagonistischwirkenden Pilzen (Steyrer et al., 2008; Tomiczek et al., 2008). Stabile Bestände sind auch die beste prophylaktischeMaßnahme zur Verhin- derung von Borkenkäferkalamitäten, denen ja meist ein großer Anfall brut- tauglichenMaterials durchabiotischeEreignisse,wieWindwurf, Schnee- oder Eisbruch, vorangeht. 25.2.2 Fazit:Herausforderungen fürdasSchutzwaldmanagement Schutzwälderkönnenbei konsequenter undvorallemnachhaltiger, standortan- gepasster Bewirtschaftung eine zentrale Rolle im Schutz vor Naturgefahren übernehmen.DieKatastrophenereignissebewirkteninÖsterreichentscheidende Systemverbesserungen,umdieWiederholungderhistorischenExtremereignisse bestmöglich zu verhindern. Strukturelle Probleme bedürfen jedoch erhöhter Aufmerksamkeit.DerÖsterreichischenWaldinventur (ÖWI,2018) zufolge sind: 1) 56% der Schutzwaldbestände stabil, bei lokal starkerÜberalterung; diese führt zukritisch-instabilenBeständen, 2) 34%derSchutzwaldfläche imStadiumderTerminal-bzw.Zerfallsphase, 3) 76% der verjüngungsnotwendigen und bereits verjüngten Flächen im Schutzwald imErtragund68% imSchutzwaldes außer ErtragdurchWild- verbissgeschädigt. 25.3 Forstschutz imSchutzwald–Klimawandel,Extremereignisse und»extremeSchädigungen« DerKlimawandel hat nicht nur direkten Einfluss auf die Pflanzen- bzw.Öko- physiologie,Wachstumsprozesse oder Konkurrenzverhältnisse imWald. Dür- reperioden, StürmeoderVerletzungendurchNaturgefahren gehenmit Stress- Forstschutz imSchutzwald 631 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Title
ExtremA 2019
Subtitle
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Authors
Thomas Glade
Martin Mergili
Editor
Katrin Sattler
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Date
2020
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
778
Category
Geographie, Land und Leute
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