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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 325 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK UND DIE PRIVATBIBLIOTHEK FRANZ JOSEPHS 325 fern, war es für Becker natürlich ungleich einfacher, diese Geldmittel nach seinem Gutdünken einzusetzen. Anfang 1874 ist das Sonderbudget für den gedruckten Katalog von 6.000 fl. beinahe vollständig aufgebraucht und Becker legt Rechenschaft da- rüber ab. Für die Adjustierung älterer, nicht gebundener Werke und die Res- taurierung eines „Malachit-Dintenzeug[s] [Schreibzeug] der Kaiserin Maria Theresia1048“ wurden 1.831 fl. 82 kr. aufgewendet und der Druck von 200 Ex- emplaren des ersten Bandes des Katalogs zu je 53 Druckbögen samt eines Porträts des Kaiser Franz als Frontispiz schlug mit 4.076 fl. zu Buche, was einen Gesamtaufwand von 5.907 fl. 82 kr. ergibt.1049 Zugleich wird eine Kos- tenschätzung für die zu diesem Zeitpunkt bereits geplanten weiteren beiden Bände überreicht, die Becker mit insgesamt 13.100 fl. ansetzt.1050 Das Geld wird den prognostizierten Erscheinungsterminen gemäß in zwei Tranchen zu je 6.550 fl. für 1874 und 1875 genehmigt. Die tatsächliche Ausbezahlung erfolgt wie beim ersten Band „in Theilbeträgen, wie solche gefordert wer- den“.1051 Die Arbeiten am Katalog machen die vorübergehende Einstellung eines weiteren Hilfsarbeiters notwendig. Anstelle des pensionierten Kustos’, Ge- org Thaa, wird Eduard Pino-Friedenthal als provisorische Schreibkraft zum üblichen Honorar von monatlich 50 fl. angestellt, weshalb man die Dotation für Handauslagen auf monatlich 170 fl. (jährlich 2.040 fl.) erhöht.1052 Das Jahr 1875 stellt den vorletzten Meilenstein im Betrachtungszeitraum dieses Abrisses dar. Der am 29. Juni in Prag verstorbene Kaiser Ferdinand vererbt seine Privatbibliothek testamentarisch seinem Neffen Franz Joseph. Dessen bislang eher kleine Sammlung erhält dadurch einen bedeutenden Zuwachs, der natürlich auch höhere Erhaltungskosten bedingt. Zahlreiche Fortsetzungswerke müssen beständig ergänzt und etwa 10.000 Kunstblätter (zumeist Aquarelle) entsprechend adjustiert werden. Becker bittet daher, die seit 1871 bewilligte Dotation von 600 fl. für laufende Bibliotheksausgaben für das Jahr 1876 um stattliche 2.400 fl. auf 3.000 fl. zu erhöhen.1053 Der Bü- cherzuwachs sprengt zudem die Kapazität des zweiten Bandes des gedruck- ten Katalogs, weshalb dieser auf zwei Teilbände erweitert werden muss. Von den 6.550 fl. für den zweiten Band ist jedoch bereits der Großteil verausgabt 1048 Vgl. Anm. 825. 1049 FKBA27086. 1050 FKBA27087, fol. 1r–v. 10.500 fl. für den Druck des Textes, 600 fl. für die beiden Frontispize Kaiser Franz Josephs und Kronprinz Rudolfs sowie 600 fl. für die Einbände. 1051 Ebenda, fol. 2r. 1052 FKBA27085, fol. 9r–v. 1053 1.000 fl. zur Komplettierung der neu hinzugekommenen Fortsetzungswerke und 1.400 fl. zur Adjustierung der Kunstblätter sowie Instandsetzung schadhafter Bucheinbände. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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