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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 334 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN334 gewährt Ferdinand schließlich ab 1. April eine Erhöhung des Quartiergeldes für Khloyber auf 400 fl., für Georg Thaa und Josef Winkler auf 300 fl. (zu- vor bezogen alle drei 120 fl.) und für den zweiten Bibliotheksdiener Johann Mignot auf 120 fl. C.M. (vorher 80 fl.) aus seiner Privatkasse.1081 Der erste Bibliotheksdiener Josef Wich bleibt von dieser Erhöhung ausgenommen, da ihm die bibliotheksnahe Dienstwohnung zu diesem Zeitpunkt ja noch zur Verfügung steht. Ende Oktober 1865 geht von Khloyber die Initiative zur Vergrößerung des Mitarbeiterstabes aus. In einem Schreiben an Kaiser Franz Joseph1082 kommuniziert er nicht nur seine Vorstellungen hinsichtlich der Fähig- und Fertigkeiten des neu einzustellenden Mitarbeiters, er macht sogleich einen konkreten Vorschlag, womit die Tendenz seines Anliegens offenkundig wird. „Euere k. k. apostolische Majestät! Allergnädigster Herr! Der allerunterthänigst Gefertigte von seinem Pflichtgefühle gedrängt, waget es zu allerhöchst Ihrer Kenntniß zu bringen; daß nach so vielen Jahren end- lich die Zeit herangenahet ist; wo es eine dringende Nothwendigkeit erscheint, Eure Majestät in tiefster Ehrfurcht bitten zu sollen; daß für den Dienst in Al- lerhöchst Ihrer Privat- und Fideikommißbibliothek ein jüngeres Individuum bei Zeiten herangezogen und von dem gegenwärtigen altgedienten Personale eingeübt werden dürfte; und zwar aus nachstehenden Gründen: Bis jetzt ist der Bibliotheksdienst durch 3 Beamte, nämlich durch einen Vorstand – einen Scriptor und einen Kanzlisten; denen zwei Diener beigegeben sind – versehen worden. […] Nun aber ergibt sich überdieß, daß von diesen 3 Individuen, Jedes über 40 Jahre seiner Dienstzeit aufzuweisen hat; folglich dieselben sich in ei- ner Lebensperiode befinden, wo eine Vorsorge für einen tauglichen Nachwuchs angedeutet sein dürfte. Jeder Neuling und hätte er bereits die beste Befähi- gung, wird noch immer einiger Zeit bedürfen, um sich in so manchen Eigenhei- ten zurecht zufinden; um so mehr, wenn er seinen Blick auf die verschiedenen hierortigen aus mehr als 110 Foliobänden bestehenden Kataloge wirft. 1081 FKBA26077. Verfügungen im Namen Ferdinands, ausgestellt vom Direktor der k. k. Privat- u. Fideikommiss-Cassen-Direktion, Hofrat Carl Seifert, sowie das Konzept des überschwänglichen Dankschreibens Khloybers an Ferdinand, in dem dieser ihn als „den Gütigen“ bezeichnet. Das Originalschreiben Ferdinands liegt unter Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF Ä.R., Kt. 11, Fasz. „Sonstige Acten 1852–1874“, Schreiben vom 14.06.1863. 1082 Warum die Eingabe an Franz Joseph und nicht an Ferdinand gerichtet wurde, ist unklar. Möglicherweise war es Khloyber bewußt, dass man Entscheidungen dieser Art dem Kai- ser in Wien überlassen werde. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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