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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 354 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN354 Offizials mit 1. April 1871 an Carl Post mit dem von Josef Thaa zuletzt be- zogenen Gehalt verleihe. Ferdinand führt also das aus, was Franz Joseph zuvor entschieden hat. Geringer erwähnt auch den Passus im Anstellungs- dekret, wonach Post ebenso in der Privatbibliothek Franz Josephs zu ver- wenden sei.1147 Damit wird sogleich der kaiserliche Befehl ausgeführt, der bereits einige Tage zuvor – am 10. März 1871 – kommuniziert worden ist, dass nämlich „die Beamten und Diener der k. k. Familien-Fideikommiß-Bib- liothek […] sich wie bisher auch in der Allerhöchsten [franzisco-josephini- schen] Privatbibliothek zu verwenden haben und es wird diese Verpflichtung für die Zukunft in den auszufertigenden Anstellungsdekreten ausdrücklich aufzunehmen sein.“1148 Im Juni 1872 sieht sich Becker genötigt, im Namen seiner Mitarbeiter um einen Teuerungszuschuss zu bitten, wie ihn sowohl die Staats- als auch die Hofbeamten aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten und im Beson- deren des Wohnungszinses bereits erhalten hatten. Des Weiteren ergreift er für den zweiten Bibliotheksdiener Zörner Partei, der sich bald nach seinem Amtsantritt verehelicht hat und deshalb seine Ein-Personen-Naturalwohnung in der Hofburg räumen muss. Das Eingehen einer Ehe habe Becker ihm nicht verwehren können, da „in seiner Dienstinstruction so wie den Dienstesobli- genheiten der Bibliotheksdiener dafür nicht der geringste Anhaltspunct zu finden ist, [und] die [bisherigen] Bibliotheksdiener […] durchwegs verheiratet waren“. Da Zörner mit Beckers Genehmigung ein Quartier in der Vorstadt bezogen hat, bittet der Vorsteher nun um die übliche Zulage für ihn. Ferdin- and gewährt mit 1. März 1872 sowohl die Teuerungsbeiträge nach Maßgabe der Vorschriften für Staatsbeamte und Diener (Becker 283 fl. 50 kr., Thaa 220 fl. 50 kr., Post 189 fl., Zörner 157 fl. 50 kr. u. Elsner 112 fl. 50 kr.1149) als auch 120 fl. Quartiergeld für Zörner rückwirkend seit Dienstantritt (Februar 1870).1150 Da die Teuerung offenbar eine Adaptierung des Gehaltsschemas der gesamten kaiserlichen Beamtenschaft erfordert, bittet Becker Kabinettsdirek- tor Braun zu Weihnachten 1872 „um gütige Verwendung Allerhöchsten Ortes, dass die Beamten und Diener der k. k. Familien- und Privatbibliothek in Be- zug auf die mit ihrer Anstellung verbundenen Bezüge nach denselben Normen behandelt werden, wie sie Seine Majestät in der jüngsten Zeit für das gesamte Personal des allerhöchsten Hofstaates zu genehmigen geruhet haben“.1151 1147 Ebenda, fol. 9r–v. 1148 FKBA27004, fol. 3r. 1149 Wien, ÖStA, HHStA, Kabinettskanzlei, Direktionsakten, Kt. 8, 15–1873, Anhang zum Schreiben vom 13.01.1873. 1150 FKBA27042. 1151 FKBA27050. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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