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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 444 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM444 1.2 Die Beamten der Fideikommissbibliothek 1.2.1 Personalstruktur und Sammlungsleitung – ein Überblick Um vieles komplexer noch als die administrativen und finanziellen Rahmen- bedingungen stellt sich die Personalgeschichte der Fideikommissbibliothek zwischen 1878 und 1914 dar. Der seit 1. Jänner 1873 gültige Personal- und Gebührenstatus, der den Ausgangspunkt für die folgenden Überlegungen darstellt, wurde im besagten Zeitraum nicht weniger als viermal neu gestal- tet, wobei es auch noch zwischendurch wiederholt Veränderungen bezüglich einzelner Mitarbeiter oder Neueinstellungen gab. Prinzipiell kann man fest- halten, dass unter dem Sammlungsleiter, der nur etwa während der Hälfte des gesamten Zeitraums den Posten eines Direktors bekleidete, stets drei bis vier Beamte und zwei Bibliotheksdiener arbeiteten (vgl. Grafik 1–3). Versu- che des Jahres 1906, diesen Personalstand deutlich zu reduzieren, waren auf die Dauer nicht erfolgreich, da die Anzahl der Beamten nur wenige Jahre später nahezu gleichlautend war wie zuvor. Neben den regulären Beamten dienten in der Fideikommissbibliothek zeitweilig auch sog. „wissenschaftliche Hilfsarbeiter“, deren Status ungefähr demjenigen heutiger befristeter Projektmitarbeiter entspricht. Ihre Einstel- lung war folglich anlassbezogen: Arbeiten der Revision und Neusignierung von Beständen, die im Zuge der Herausgabe des gedruckten Kataloges und nach den Übersiedlungen der Jahre 1891 und 1908 notwendig wurden und von den mit anderen Agenden ausgelasteten wissenschaftlichen Beamten in absehbarer Zeit nicht geleistet werden konnten.39 – Schließlich gab es noch den Kanzlisten „extra statum“ Ferdinand von Geisinger, der in der Fidei- kommissbibliothek einen Sonderstatus aufgrund seiner körperlichen Ein- schränkungen innehatte. Die Titel und Funktionen der Beamten der Bibliothek waren an jene Rangklassen gebunden, die für die im Hof- und Staatsdienst beschäftigten Personen festgelegt waren und den heutigen Gehaltsklassen entsprechen. Dadurch wurde auch der Besoldungssatz geregelt. Der Direktor der Biblio- thek (VI. Rangklasse) verdiente nach dem Besoldungsstatus von 1887 bei- spielsweise 3.000 fl., der Kustos (VII. Rangklasse) 2.000 fl., die Skriptoren (VIII. Rangklasse) jeweils 1.400 fl. und die beiden Diener (ohne Rangklasse) 500 fl.40 Die Entlohnung der Beamten und Diener erfolgte jedoch nicht nach 39 Es handelte sich um folgende Personen (in Klammer jeweils die Zeiten ihrer Anstellung in der Fideikommissbibliothek): Friedrich Swieceny (bis 1881); Johann Janku (1882–1902); Isidor Proschko (1883–1887); Johann Bohatta, Karl Kaukusch, Ernst Keiter (alle 1891); Robert Hohlbaum (1911/12). 40 FKBA31084, fol. 1r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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