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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 485 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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BIBLIOTHEKSGESCHICHTE 485 7. Juli 1913, im Alter von 31 Jahren, maturierte Beetz am Gymnasium in Mödling und absolvierte danach ein Kunstgeschichtestudium an der Univer- sität Wien, das er 1924 mit der Promotion abschloss.191 Die wichtigste Tätig- keit, die Beetz nach seiner Einstellung und neben seiner Routinearbeit als Kanzlist aufgenommen hat, war die Neuordnung und Indexierung („Regist- ratur“) des Archives der Fideikommissbibliothek.192 Die Bearbeitung des Ak- tenbestandes war zweifellos auch die Grundlage für Beetz’ spätere Beschäf- tigung mit der Geschichte der Fideikommissbibliothek, für die er die ersten umfassenden Darstellungen lieferte (vgl. Abschnitt 3.1.2). Aufgrund seiner fünfjährigen Tätigkeit in der Gemäldegalerie der kunsthistorischen Samm- lung und der dadurch erwachsenen Neigungen, die schließlich auch die Wahl seines Studiums bedingten, konnte sich Beetz auch in der Porträt sammlung verwenden lassen, in die er von Johann Jureczek eingeführt wurde. Mehr- fach sind Porträtbestimmungen durch ihn dokumentiert.193 Schließlich war Wilhelm Beetz auch an der Präsentation der Fideikommissbibliothek auf der Jubiläumsausstellung „Unser Kaiser“ (1908) und auf der „Internationalen Jagdausstellung“ (1910) beteiligt (vgl. Abschnitt 2.1.3). Mit Beginn des Jahres 1907 gab es noch einen weiteren Neuzugang. Ob- wohl von der Generaldirektion zunächst nicht geplant, war die Einstellung eines akademisch gebildeten Beamten über kurz oder lang wegen des Aus- scheidens von Karpf und Hodinka und der zunehmenden Kränklichkeit Ju- reczeks doch unabdingbar. Dies dürfte sich auch außerhalb der Sammlung herumgesprochen haben; denn nach der Mitte des Jahres 1906 gab es zwei Initiativbewerbungen in der Fideikommissbibliothek für eine entsprechende Stelle. Als erster meldete sich am 20. Juni 1906 der 23-jährige Johann Eibl, der unmittelbar zuvor zum Doktor der Philosophie im Fach „klassische Philolo- gie“ an der Universität Wien promoviert worden war. Da Eibl aber bis zum Oktober des folgenden Jahres seinen einjährigen Militärdienst abzuleisten hatte, entschied Generaldirektor Chertek, dass seine „Inverwendungnahme derzeit unthunlich“ wäre.194 Alfred Merz, der sich Anfang Oktober 1906 für eine Stelle in der Fidei- kommissbibliothek bewarb, bezog sich in der Begründung dafür ausdrück- lich auf die Pensionierung von Alois Karpf. Sein Gesuch wurde vom nieder- österreichischen Statthalter, Graf Kielmansegg, unterstützt.195 Der 1880 in 191 FKBA41054. Czeike, Lexikon, Bd. 1 (1992), 312. 192 FKBA39001, fol. 8r. Zum Archiv siehe Huber-Frischeis, Gedächtnisspeicher. 193 FKBA39001, fol. 8r; FKBA39077; FKBA40029. 194 FKBA37136, fol. 8r. 195 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, J.R., R. 5, Kt. 537, Z. 3791 ex. 1906. Der Akt enthält ein Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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