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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 495 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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BIBLIOTHEKSGESCHICHTE 495 gerer Zeit absehbaren Antrag erst jetzt stellte, lag darin, dass er mit seiner 28-jährigen Dienstzeit in der Fideikommissbibliothek noch nicht das Mindestmaß der für die Pensi- onierung notwendigen anrechenba- ren Jahre erreicht hatte. Jureczek musste deshalb „um gnadenweise Einrechnung seiner in die Jahre 1860–1880 fallenden Militärdienst- zeit“ bitten.215 Schnürer unterstützte das Gesuch Jureczeks, indem er des- sen Leistungen für die Sammlung würdigte und den Umstand hervor- hob, dass es ihm trotz seiner langen Dienstzeit nicht gegönnt war, inner- halb der Hierarchie der Beamten- schaft weiter nach oben zu rücken. Dem Antrag Jureczeks wurde vonseiten der Generaldirektion stattgegeben. Die daraus resultierenden Neubesetzungen zeigen jedoch – mit Blick auf die oben dargestellte Vorgeschichte – recht eindrücklich, dass in der Personalpolitik nicht nur Zweckmäßigkeit, sondern auch Postenbe- schaffung eine Rolle spielte. Auf die frei gewordene Kustodenstelle rückte nämlich Rudolf Payer von Thurn. Dieser war allerdings weder aufgrund seiner Ausbildung für die Betreuung der Kunst- und Porträtsammlung ge- eignet noch anscheinend in seiner bisherigen, knapp einjährigen Dienstzeit in der Fideikommissbibliothek von Jureczek in diesem Resort eingeschult worden. Die Skriptorenstelle, die eigentlich für diesen Zweck eingerichtet worden war, musste deshalb nachbesetzt werden. Auch in diesem Fall kam der Vorschlag für den Kandidaten aus der Generaldirektion. Es handelte sich um Hans Effenberger (1880–1950), der in Wien gebo- ren war und in Prag studiert hatte, wo er an der philologischen Fakultät der deutschen Universität 1908 den Doktorgrad erwarb. Danach war er für ein Jahr als Volontär an der Universitätsbibliothek Prag tätig, um anschlie- ßend in der gleichen Funktion in die Hofbibliothek in Wien einzutreten. Seit 1. Jänner 1911 war er dort Assistent, bewarb sich aber bereits einen Monat später, am 10. Februar, um die Skriptorenstelle in der Fideikommissbiblio- 215 FKBA39001, fol. 2r. Abb. 8: Rudolf Payer von Thurn (1867–1932) Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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