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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 550 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM550 Einen Sonderfall im Hinblick auf die Erwerbsmodalitäten stellt der Um- stand dar, dass die Fideikommissbibliothek eine Reihe von Zeitschriften durch Mitgliedschaften bei den entsprechenden Vereinen und Gesellschaf- ten bezog. Dass dabei die letztere nur den Zweck hatte, in den Besitz der Publikationen zu kommen, ist durch eine Reihe von Indizien im Schriftver- kehr belegt. Die ersten Initiativen dazu gingen wiederum von Moritz Alois von Becker aus: Im Dezember 1872 trat die Fideikommissbibliothek dem heraldischen Verein „Adler“ bei,448 zehn Monate später der österreichischen Sektion des Alpenvereins449 und im Jänner 1877 der Anthropologischen Ge- sellschaft in Wien.450 Spätestens seit Anfang des Jahres 1878 war die Fidei- kommissbibliothek außerdem Mitglied des Altertumsvereins in Wien und des Vereins für Landeskunde von Niederösterreich.451 Die Vereinsmitglied- schaften wurden aus der „Dotation zur Bestreitung der laufenden Biblio- theks-(Kanzlei-)Auslagen“ bezahlt.452 Mehr oder weniger in diesen Zusammenhang gehört auch die Erwerbung der Schriftenreihen der deutschen Leopoldinisch-Carolinischen Akademie der Naturforscher. Die Fideikommissbibliothek bezog diese zwar nicht durch Mitgliedschaft, erhielt sie aber deshalb, weil diese Institution vom Kaiser subventioniert wurde. Dabei sollte sich die Situation aber gerade zur Zeit der Inbesitznahme des Fideikommisses durch Franz Joseph ändern. Die Leopoldinisch-Carolinische Akademie der Naturforscher, die 1652 ge- gründet worden war und seit 1878 ihren Sitz in Halle an der Saale hatte, war von den Habsburgern Leopold I. und Karl VI. mit zahlreichen Privilegien ausgestattet worden, wovon sich auch ihr Name ableitete.453 Von den beiden Schriftenreihen der Akademie, „Nova Acta Leopoldina“ und „Leopoldina“, be- saß die Fideikommissbibliothek vollständige Exemplare in luxuriöser Bindung, deren Einzelbände zuvor als Widmungen an den Kaiser übereicht worden wa- ren.454 Die bisherigen Subventionen der Akademie durch den Monarchen wur- den allerdings auf Antrag des Unterrichtsministers im Juni 1877 mit Ende des Jahres 1878 eingestellt, da sie „von den österreichischen Herrschern nur in ihrer Eigenschaft als deutsche Kaiser unterstützt“ worden war.455 Im April 1879 übersandte das Präsidium der Akademie den 39. Band der „Nova acta“ und das 12. Heft der „Leopoldina“ mit einem Begleitschreiben, was als Versuch 448 FKBA27051. 449 FKBA27081. 450 FKBA28051. 451 FKBA29004, Ausgaben, Nr. 6 u. 7. für Februar 1878. 452 Vgl. die Rechnungsjournale in FKBA29004 u. FKBA29044. 453 Vgl. zur Geschichte der Akademie Ter Meulen, Akademie der Naturforscher, 5–11. 454 FRANZ 17.994. 455 FKBA29027. fol. 1r u. 7r (Zitat). Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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