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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 641 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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BIBLIOTHEK UND ÖFFENTLICHKEIT 641 „In den neuen Räumen wird die ehemalige Ah. Privatbibliothek sammt allen Widmungsschriften und Huldigungs-Adressen in einer des Allerhöchsten Be- sitzers würdigen Weise aufgestellt, so zwar, dass die Adressen in Schaukästen gruppiert werden und die einzelnen Prachtbände dem Beschauer mehr in die Augen fallen. Diese Huldigungen für den Monarchen, zum größten Theile Mus- terwerke des vaterländischen Kunstfleißes dienen nach des ergebenst Unter- zeichneten Ansicht ganz besonders zur Anregung und Hebung des dynastischen Gefühles, welches zu fördern der ergebenst Unterzeichnete für seine patrioti- sche Pflicht hält. Aus diesem Grunde sollen auch die betreffenden Säle mit den Schaukästen dem Publicum wöchentlich einmal zugänglich gemacht werden.“787 Die Realisierung der Ausstellung konnte jedoch naturgemäß erst nach der tatsächlichen Übersiedlung der Fideikommissbibliothek in den Augustiner- gangtrakt in den Jahren 1890/91 (vgl. Abschnitt 1.5.1) in Angriff genommen werden. Die Vorbereitungen dazu sind ab Juli des Jahres 1892 in den Ak- ten fassbar. Zunächst wurden anscheinend Daten zu den für die Ausstellung geeigneten Huldigungsadressen gesammelt.788 Darauf aufbauend erstellte Skriptor Johann Jureczek Ende Juli und Anfang August ein Verzeichnis von rund 350 Adressen sowie Vorlagen für die Objektbeschriftungen.789 Der Druck von entsprechenden „Aufschrifttafeln“ (Objektbeschriftungen) wurde beim Verlag Holzhausen in Auftrag gegeben, welcher bereits Ende Juli elf Muster dafür lieferte.790 Jureczek übersandte sie an den im Urlaub befindli- chen Direktor Zhishman und kommentierte ihre Funktion und Wirkung im beigeschlossenen Bericht. Demnach sollten die Kärtchen in die Adressen ein- gelegt werden und mit dem bedruckten Bereich aus diesen herausragen. Die Körperschaft, die die Huldigungsadresse an den Kaiser oder andere Mitglie- der der Dynastie überreicht hatte, war mit größerer, der Anlass mit kleiner Schrift aufgedruckt.791 Der Auftrag zur Drucklegung wurde von Zhishman auf die Zeit nach seiner Rückkehr verlegt, die aufgrund eines Fußleidens erst Anfang September erfolgte. Kurz davor, am 2. dieses Monats, berichtete ihm der ebenfalls aus dem Urlaub zurückgekehrte Kustos Alois Karpf, dass die Vorbereitungen für die Ausstellung bereits sehr weit gediehen wären und die Wirkung der aufgelegten Huldigungsadressen „überraschend und imposant“ wäre. Neben diesen wollte man möglicherweise noch andere Objekte aus den 787 FKBA31077, fol. 13v. 788 FKBA33131, fol. 1r: Bericht Karpfs vom 15.07.1892 an Zhishman, worin er von „Notizen für die Widmungsadressen“ spricht. 789 FKBA33133, fol. 3r, FKBA33134, fol. 1v u. FKBA33136, fol. 1v. 790 FKBA33132, fol. 1v u. 3r, FKBA33133, fol. 2r. 791 FKBA33133, fol. 2r–3r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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