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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 644 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM644 gungsadressen gelobt werden.801 Schließlich geht er noch darauf ein, was in den Zeitungen zu den Huldigungsadressen im Hinblick auf ihre künstlerische Gestaltung gesagt wird. Das ist bei unvoreingenommener Auswertung der einzelnen Artikel auch der qualitative und quantitative Schwerpunkt der Be- richterstattung. Zwei Aspekte hob Zhishman daraus hervor: den hohen künst- lerischen und materiellen Wert der Objekte und den Umstand, dass durch die Präsentation der Adressen „in ihrer chronologischen Reihenfolge […] ein über- sichtliches u. geordnetes Bild von der unter der kunstfördernden Regierung Kaiser Franz Josef I. zu hoher Entwicklung gediehenen Kunstarbeit, [und] der Einfluß, welchen dabei das Kunstgewerbe-Museum auf die Läuterung des Geschmacks ausgeübt hat“, den Besuchern vor Augen geführt werden. Es geht hier also um die Darstellung der progressiven Entwicklung des ös- terreichischen Kunstgewerbes anhand einer spezifischen Objektklasse. Dass dabei auch das Österreichische Museum für Kunst und Industrie und seine fördernde Tätigkeit Erwähnung finden, ist angesichts der oben dargestellten Verbindung zwischen der öffentlichen Rezeption der Huldigungsadressen und dem Museum nicht verwunderlich. In den Zeitungsberichten findet man so- wohl Hinweise auf seine Wirksamkeit im Bereich der Kunstindustrie als auch auf den Umstand, dass Teile der Adressensammlung bereits mehrfach im Mu- seum für Kunst und Industrie ausgestellt waren.802 Nach Zhishmans Bericht haben sich an den ersten vier Besuchstagen 234 Personen in der Sammlung eingefunden. Die Zahl der ausgegebenen Eintritts- karten war aus Platzgründen pro Tag mit 50 Stück limitiert worden. Die hö- here durchschnittliche Besucherzahl erklärt der Bibliotheksdirektor damit, dass „für Familien und kleinere Gesellschaften gemeinsame Eintritts-Karten ausgefertigt werden“.803 Bis zum Ende des Jahres besichtigten insgesamt 659 Personen die Bibliothek an 46 Einlasstagen, was eine durchschnittliche Zahl von vierzehn bis fünfzehn Besuchern pro Tag ergibt. Der Andrang hielt sich also in Grenzen. Außer dem Kaiser hatten in diesem Jahr auch die Erzherzöge Rainer (31. 1.) und Ludwig Viktor (27. 4.) die Sammlung besichtigt.804 Die Ausstellung im Augustinergangtrakt blieb nur ungefähr ein Jahr ge- öffnet. Während dieser Zeit wurden laufend Annoncen zu den Öffnungszeiten und zu den Besichtigungsmodalitäten in Wiener Tageszeitungen publiziert.805 801 FKBA33165, fol. 20r; Die Presse, Nr. 113 v. 25.04.1893, 1. 802 Die Presse, Nr. 113 v. 25.04.1893, 1; Neue Freie Presse, Nr. 10.298 v. 25.04.1898, 6; Ext- rapost, Nr. 588 v. 24.04.1898, 3. 803 FKBA33165, fol. 20v; Dem Akt liegt außerdem eine Liste der Namen von sechs Gardeoffi- zieren bei, die insgesamt 24 Eintrittskarten beantragt hatten (fol. 18r). 804 Die Angaben stammen aus dem Verwaltungsbericht für das Jahr 1893 (FKBA34073). 805 FKBA34048: undatierter Entwurf für den Text des Inserates; er findet sich ab 7. Septem- ber 1893 bis 15. März 1896 in monatlichen Abständen in der Wiener Zeitung. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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