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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 978 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK 1914–1919978 „Nach dem Tode des Depositors, Freiherrn von Helfert, geht die Gegensperre des Depositkastens an die Erben des Freiherrn von Helfert – das ist die Fami- lie seines verstorbenen Sohnes Zdenko, bestehend aus der Witwe Marie Freiin von Helfert und den Kindern Zdenko, Jaroslaw, Marie, Vladimir und Milada Barone und Baroninnen Helfert […] über und sollen diese Erben innerhalb des Dezenniums nach des Depositors Tode das Recht haben in das Depositum Einsicht zu nehmen, ohne jedoch davon irgendwelchen literarischen Gebrauch zu machen.“240 Schließlich stehe es den Erben nach dem Ablauf der 10-jährigen Schutzfrist frei, den Nachlass zu übernehmen, oder ihn weiterhin in der Verwahrung der Fideikommissbibliothek zu belassen.241 Nach dem Tod Helferts am 16. März 1910 bot seine Familie die „Samm- lung Helfert“ der Hofbibliothek zum Kauf an. Laut einer Schätzung von Hel- fert selbst hatte die Sammlung einen Wert von 200.000 K. Die Hofbibliothek hätte sich, dem Gutachten an das Oberstkämmereramt zufolge, jedoch ein- zig den Ankauf der Musikalien vorstellen können, da diese Stücke bisher nicht in der Hofbibliothek vorhanden waren.242 Schließlich wandte sich Hel- ferts Enkel, der Historiker Jaroslav Helfert, im September 1910 an die Fidei- kommissbibliothek mit der Bitte um Ausfolgung eines Teils des Nachlasses. Wahrscheinlich handelt es sich bei den mit I-III, IX und X bezeichneten Pa- keten um die Sammlung von Hand- und Druckschriften zu Helferts Leben der Jahre 1820–1850 bzw. 1874–1881.243 1918 kommt Leben in die Angelegenheit. Durch den Zusammenbruch der Monarchie wünschen die Erben trotz der schwierigen verkehrstechni- schen Bedingungen die Überführung des Nachlasses in die neugegründete Tschechoslowakische Republik. Jaroslav Helfert richtete bereits am 17. No- vember 1918 die Anfrage zur Durchführung eines Abtransports. „Ich bitte Sie um Verzeihung, wenn ich im Namen der übrigen Erben gerade in dieser aufgeregten und aufregenden Zeit mit der Anfrage belästige, ob die Sammlung, sowie auch die Korrespondenz etwa nicht bedroht ist und ob wir vielleicht doch eine Abtransportierung – trotz der schwierigen Verkehrsver- hältnisse – wagen sollten. […] Die Frage eines Verkaufes war in der letzten Zeit sehr akut, es interessierte sich das Wiener Dorotheum und eine andere Wiener Firma noch, in der allerletzten Zeit auch das Prager Museum.“ 240 FKBA37206, fol. 44v–45r. 241 FKBA37206, fol. 45r. 242 Wien, ÖNB, Hausarchiv 766/1910. 243 FKBA37206, fol. 60r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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