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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 980 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK 1914–1919980 „nie etwas gehört […]. Wahrscheinlich kommt es mir nicht vor, dass Hofrat Moritz Ritter von Becker die Sammlung der Post’schen Kupferstiche und das Pausingeralbum verlangt habe, um sie in der Bibliothek ‚aufzubewahren und Studienzwecken zugänglich zu machen‘, zumal zu jener Zeit die Bibliothek gar keine für Studienzwecke geeignete Räume hatte und dortselbst auch außer den Beamten der Bibliothek nie jemand arbeitete.“ Auch eine Anfrage an die Finanzprokuratur führte zu keinen neuen Er- kenntnissen, doch schlussendlich verblieben sowohl die Kupferstiche von Post als auch das Jagdalbum von Pausinger in der Porträtsammlung der Österreichischen Nationalbibliothek.249 1.3 Franz Schnürer als Hauptakteur des Aufbaus und der Präsentation der Fideikommissbibliothek als Gedächtnisspeicher der Habsburgermonarchie 1.3.1 Versuche einer supranationalen und dynastischen Musealisierung der Fideikommissbibliothek Kurz und bündig waren die nur vereinzelt in den Akten der Fideikommiss- bibliothek zu findenden kaiserlichen Entschließungen. In der Regel lauteten diese folgendermaßen: „Ich habe den Inhalt dieses Vortrages zur Kenntnis genommen und erteile Ihnen die erbetene Ermächtigung.“250 In den Kriegs- jahren wird die Fideikommissbibliothek von Franz Joseph vollends auf das Abstellgleis gestellt. In den Akten spiegeln sich wenige Ereignisse wieder, in die der Monarch direkt eingebunden war. So sind zwar Allerhöchste Be- fehle für Mitgliedschaften von Kaiser Franz Joseph bei literarischen Verei- nen zu finden.251 Es ist jedoch davon auszugehen, dass dieser Schritt ver- mutlich eher aus Prestigegründen unternommen wurde beziehungsweise um die jährlich zugesandten Schriftenreihen der Vereine für die Fideikom- missbibliothek zu beziehen.252 Zu diesen Mitgliedschaften zählte jene 1914 249 Es haben sich bis heute Kupferstiche von Karl Borromäus Post aus den ehemaligen Be- ständen der Fideikommissbibliothek erhalten, so beispielsweise Wien, ÖNB, BAG, Pk 3003, 474–492a. Ob es sich dabei um die in Frage stehenden Kupferstiche handelt, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden. 250 Die zitierte Entschließung stammt aus einem Akt über die Annahme des „Personalstatus des Deutschen Ritterordens“. Vgl. Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF J.R., Rubr. 5 Fideikom- missbibliothek 540, 2087/1914, fol. 2r. 251 Rainer Valenta macht auf die Bandbreite der Mitgliedschaften für den Zeitraum bis 1914 aufmerksam, vgl. den Abschnitt 1.3.3 Periodika, Fortsetzungswerke und Mitgliedschaften. 252 FKBA32086. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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